ID Austria soll Identitätslösung für Banken und Gewerbe werden

Wie ÖVP-Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll die ID Austria noch stärker in der Privatwirtschaft verankern will.
MINISTERRAT: PRÖLL

Im Bundeskanzleramt in Wien ist am 17. März der erste "ID Austria Wirtschafts-Round Table" über die Bühne gegangen. Vertreter der Wirtschaftskammer (WKÖ) sowie der Sparte Gewerbe und Handwerk diskutierten gemeinsam mit Regierungsvertretern über Einsatzmöglichkeiten und Potenziale der ID Austria für Unternehmen.

Zentrales Thema der Gespräche: die Rolle der ID Austria als Instrument zur digitalen Identifikation und Signatur. Laut Digitalisierungsstaatssekretär Alexander Pröll (ÖVP) soll die Plattform künftig noch stärker in der Wirtschaft verankert werden. 

200 zusätzliche Partnerunternehmen

"Heuer sollen 200 Partnerunternehmen zu den bereits bestehenden 130 privaten Serviceprovidern dazukommen", sagt Pröll. Damit soll die Nutzung im privaten Sektor – etwa in den Bereichen Gewerbe, Banken, Versicherungen und Telekommunikation – deutlich ausgebaut werden. "Mit der ID Austria sind bereits mehr als 20 Anwendungsfälle in der österreichischen Wirtschaft umgesetzt", so Pröll.

Die Veranstaltungsreihe ist als Auftakt für ein "ID Austria Wirtschaftsjahr" konzipiert. Weitere Round Tables mit unterschiedlichen Branchen wie Industrie, Handel, Tourismus oder Transport sind bereits geplant. Gemeinsam mit der WKÖ sollen konkrete Anwendungsfälle erarbeitet werden, um langfristige Kooperationen zwischen Staat und Unternehmen zu fördern.

Aus Sicht der Wirtschaft wird vor allem der praktische Nutzen betont. Manfred Denk, Obmann der Bundessparte Gewerbe und Handwerk, verweist darauf, dass Digitalisierung für Betriebe vor allem dann relevant sei, wenn sie konkrete Vorteile bringe. Mögliche Einsatzbereiche der ID Austria sieht er unter anderem bei der vereinfachten Abwicklung von Förderanträgen, bei digitalen Ausweisen oder in der Kommunikation mit Behörden.

Die ID Austria ermöglicht eine sichere Authentifizierung sowie qualifizierte elektronische Signaturen. Sie wird derzeit in über 500 digitalen Anwendungen genutzt, von rund 4,9 Millionen Österreichern.

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