Josef Höchtl

© MPC communications / Steinbrecher

Ex-ÖAAB-Chef
09/11/2014

Grüne hinterfragen Höchtls Job im Ministerium

Josef Höchtl soll als "Sonderbeauftragter für internationale Angelegenheiten" Salär beziehen.

von Christian Böhmer

Sigrid Maurer irritiert ein Türschild; und zwar eines im Wissenschaftsministerium. Wie die Grüne in einer parlamentarischen Anfrage an Vizekanzler Reinhold Mitterlehner festhält, hat der ehemalige ÖAAB-Präsident Josef Höchtl ein Büro im Ministerium, und bezieht als "Sonderbeauftragter für internationale Angelegenheiten" wohl ein Salär des Ressorts.

"Angesichts der Tatsache, dass das Ministerium in der Verwaltung 42 Millionen Euro sparen will und wissend, dass Höchtl meist Kreativität bewiesen hat, wenn es darum ging, mit wenig Aufwand hohe Bezüge zu lukrieren, will ich wissen, welche Aufgaben er erledigt, die im Ministerium sonst niemand machen kann", sagt Maurer zum KURIER. Die Abgeordnete bezieht sich unter anderem auf das "arbeitslose Einkommen" des heute 68-Jährigen an der Wirtschaftsuniversität. Bis in die 90er-Jahre hatte sich Höchtl "außer Dienst" stellen lassen und so 75 Prozent der Bezüge behalten.

Aus dem Ministerium hieß es gestern, Höchtl sei für das Ministerium in den Stiftungsräten des Dokumentationsarchivs des österreichischen Widerstandes sowie der Andrassy Universität. Das Ministerium stelle ihm deshalb ein Büro zur Verfügung.

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