Politik | Inland
10.01.2013

Grüne drängen in die Regierungen

Die Grünen wittern ihre Chance - sowohl in Kärnten als auch im Bund.

2013 wird das Jahr der ÖVP, meint Parteichef Michael Spindelegger. 2013 wird das Jahr der Grünen, meinen hingegen Bundessprecherin Eva Glawischnig und der Kärntner Spitzenkandidat Rolf Holub.

Ihre Ziele lauten konkret: Sowohl in Kärnten als auch auf Bundesebene wollen die Grünen Regierungsverantwortung übernehmen. „Wir sind die Einzigen, die seit zehn Jahren einen Kerzen geraden Weg gehen“, sagte Holub am Donnerstag bei der Klubklausur am Faaker See. „Dieser Weg führt direkt in die Regierung, in Kärnten und in Wien.“ Glawischnig wiederum will den „Kärntner Rückenwind“ nützen, um auch bei der Nationalratswahl erfolgreich zu sein.

„Wir sind in den Meinungsumfragen sehr gut“, sagte Glawischnig. Schränkt aber ein: „Zwischenbestzeit heißt noch lange nicht Sieg.“ Die Realität sind aber anders aus: Derzeit sind die Grünen die Nummer vier. In Kärnten liegen sie mit 10 bis 14 Prozent hinter dem Team Stronach, dem auf Grund der jüngsten Umfragen 15 Prozent und mehr zugetraut werden. Auf Bundesebene wiederum liegen die Blauen klar vor den Grünen.Doch das stört die Protagonisten nicht. Sowohl Glawischnig als auch Holub sehen ihre Partei als „einzige Alternative zu den derzeit Regierenden“. Mit Themen wie Bekämpfung von Korruption und Spekulation, verantwortungsvollem Umgang mit Steuergeld, mehr Demokratie und Bekämpfung der Armut wollen sie punkten. „Es ist Zeit, dass die Grünen die Zukunft mitbestimmen“, lautet der Slogan.