Linz wappnet sich: Rund um den Kongress sind Demos angesagt.

© FOTOKERSCHI.AT/WERNER KERSCHBAUM

Kongress
10/29/2016

FP-Kickl mit markigen Sagern bei den "Verteidigern Europas"

Beim umstrittenen Rechten-Kongress in Linz wirft der freiheitliche Generalsekretär den Linken "Feigheit" vor und bezeichnet SPÖ- und Grüne-Abgeordnete als "mieselsüchtige Parlamentarier".

Mit markigen Sagern ist FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl in seiner Rede vor den Teilnehmern des Kongresses der "Verteidiger Europas" am Samstag in Linz aufgetreten. Abgeordnete von SPÖ und Grüne im Hohen Haus bezeichnete er als "mieselsüchtige Parlamentarier". Bundespräsidentschaftskandidat Alexander Van der Bellen nannte der Norbert-Hofer-Wahlkampfmanager einen "Last-Minute-Patrioten", wie der Veranstalter auf seinem Twitter-Account bekannt gab.

Einige harsche Attacken gab es wenig überraschend auf den politischen Mitbewerber. "Die Toleranz der Linken ist oft nichts anderes als Feigheit."

Dass keine "Mainstream-Medien" am Kongress teilnehmen durften, sah Kickl mit Wohlwollen: "Sie können jetzt selber einmal darüber nachdenken, warum das so ist", meinte der Generalsekretär bei seinem Eintreffen laut einem online-Bericht des "Standard". Die Kritik an seinem Auftritt beim Kongress wollte Kickl nicht verstehen: "Also ich versteh' viel Kritik, aber die nicht."

Laun kam doch nicht

Zuvor hatte der Salzburger Weihbischof Andreas Laun seine Teilnahme beim Kongress abgesagt. Nach eigenen Angaben kam er damit dem ausdrücklichen Ersuchen von Erzbischof Franz Lackner nach. Laun selbst "bedaure die Polarisierungen rund um den Kongress". Er selbst habe "einen Beitrag zur Versachlichung" leisten wollen, berichtete die Kathpress in einer Aussendung am Samstag.

Bischof Laun erklärte, er hätte in Linz über "Europa und seine christlichen Wurzeln" reden sollen. Allerdings habe er in seinem Kalender als Ort das Bildungshaus Puchberg bei Wels eingetragen. Über die Veranstalter sagte er, "ich weiß nicht, welche Leute das sind."

Scharfe Kritik an Launs avisierter Teilnahme kam (noch vor dessen Absage) von Caritas-Präsident Michael Landau über den Kurznachrichtendienst Twitter: "Geht gar nicht", schrieb Landau - und weiter: "finde ich völlig unpassend, unangemessen und unvereinbar".

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