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Hameseder zu Wehrdienst: Entscheidend, dass sich genug Rekruten melden

Der Vorsitzende der Wehrdienstkommission befürchtet, dass es mit der neuen Regelung des Grundwehrdienstes nicht genug Rekruten geben wird.
SOMMERMINISTERRAT: PRESSEFOYER - HAMESEDER

Seit Montag ist es also beschlossene Sache: Der Wehrdienst in Österreich wird von sechs auf neun Monate verlängert. Unangetastet bleibt indes der Zivildienst, er soll nur freiwillig verlängert werden können, von neun auf elf Monate.

Ist die Reform nun also gelungen oder doch nur ein Minimalkompromiss? „Es ist letztendlich auch für mich ein guter Kompromiss“, beantwortete diese Frage am Dienstag Erwin Hameseder, jener Mann, der als Vorsitzender der Wehrdienstkommission die Vorschläge für die Bundesregierung ausgearbeitet und bereits Anfang des Jahres vorgestellt hatte: Von einem Minimalkompromiss wollte Hameseder jedenfalls nichts wissen. Er sah im Ö1-Morgenjournal eine „starke Annäherung an das Modell“, das auch die Wehrdienstkommission vorgeschlagen habe.

Aber: „Für mich und die Kommission ist sehr wichtig, dass der Grundwehrdienst auf elf Monate verlängert wird, wenn sich nicht genug junge Männer freiwillig zum Dienst im Bundesheer melden.“

Dass die gleichzeitige Anhebung des „Wehrersatzdienstes“ - also des Zivildienstes - auf 12 Monate wie von der Wehrdienstkommission vorgeschlagen - nunmehr nicht kommt, sieht Hameseder tatsächlich skeptisch.

Rekruten-Zahlen entscheidend

Ob sich genügend junge Männer - die Grenze liegt bei etwas unter 14.000 - für den Wehrdienst entscheiden, hängt laut Hameseder vom Gesamtpaket ab.

„Wichtig ist, dass der Sold für die Grundwehrdiener auf 1.000 Euro angehoben wird“, sagt er. Außerdem werde die Ausbildungszeit intensiviert und es soll „einige zusätzliche Anreize“ geben.

Ob er damit rechne, dass es nicht genug Rekruten geben wird? „Das befürchte ich“, sagte Hameseder im Ö1-Morgenjournal.

Mehrkosten und Beschaffung

Wichtig sei, dass diese Summe „nicht dann von den Investitionen in Abzug zu bringen ist“ – es brauche Personal und „moderne Beschaffungen“. Es sei „gestern auch so zum Ausdruck gebracht“ worden, dass nicht bei der Beschaffung gespart werden müsse; das sehe er „auch mit als Garantie“.

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