Gewessler zur Energiekrise: „Jedes Windrad bedeutet Freiheit"

Die Chefin der Grünen wirft der Regierung Untätigkeit beim nötigen Ausbau der erneuerbaren Energien vor.
PK DIE GRÜNEN "40 JAHRE DIE GRÜNEN" GEWESSLER (GRÜNE)

Scharfe Kritik an der Bundesregierung übt die grüne Parteichefin Leonore Gewessler angesichts der globalen Energiekrise und einer drohenden Treibstoffknappheit. Vor einer solchen hatte zuletzt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) gewarnt.

„Es ist auf eine ungeahnte Art und Weise blauäugig und verantwortungslos, eine kommende Knappheit auszurufen und dann zu erklären: Einen Plan machen wir erst, wenn es zu spät ist“, so Gewessler.

Sie vermisst einen stärkeren Ausbau bei den erneuerbaren Energien, um sich von der Importabhängigkeit bei fossilen Energieträgern befreien zu können. „Jedes Windrad bedeutet Freiheit. Wer den Ausbau der heimischen Energie bremst und stattdessen Autobahnen durch Naturschutzgebiete plant, zementiert die gefährliche Abhängigkeit ein und macht uns durch jede Krise dieser Welt verwundbar“, betont Gewessler.

Soziale Folgen

Sie weist auch auf die möglichen sozialen Folgen der steigenden Energiepreise hin: Während die Superreichen von Teuerungen nichts spüren würden, treffe die Preisspirale die Mitte der Gesellschaft und Familien mit voller Härte. Gewessler fordert daher volle Transparenz über die Versorgungslage.

Für die anstehende Nationalratssitzung am Donnerstag kündigt sie an, die Regierung an ihre Verantwortung zu erinnern. Dort will die Koalition den „Wohnschirm“ verlängern oder die Dauer von Public Viewings debattieren, Beschlüsse zur Energiekrise fehlen jedoch vollständig. Und das während das Land im Blindflug auf einen Versorgungsengpass zusteuere.

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