Doppelbudget weist diesmal Effekte auf Geschlechtergleichstellung aus
Im Doppelbudget 2027/28 gibt es erstmals eine eigene Gender Budgeting Beilage, in der ressortübergreifend alle Ziele und Maßnahmen gebündelt sind, die zur Gleichstellung von Frauen und Männern beitragen sollen. Damit werde „ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit im Budgetprozess gesetzt“, wurde in einer Aussendung von Finanz- und Frauenministerium am Donnerstag betont.
Bei Gender Budgeting geht es darum, bei Budgetentscheidungen die Auswirkung der öffentlichen Ausgaben auf Frauen und Männer mitzudenken. Das seit 2009 in der Verfassung verankerte Ziel ist es dabei, gleiche Chancen für alle zu schaffen. Die neue Beilage stellt die Ziele und Maßnahmen entlang von sieben Themenbereichen wie Arbeitsmarkt, Bildung, Vereinbarkeit und Gewaltschutz vor, außerdem 34 Gleichstellungsziele mit messbaren Kennzahlen.
Die Beilage soll laut Aussendung die Datenbasis für künftige Budgetentscheidungen und eine kontinuierliche Weiterentwicklung liefern und aufzeigen, wo es Fortschritte gab oder weiter Handlungsbedarf besteht. Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner sprach von einem „wichtigen Schritt hin zu einem Haushalt, der Gleichstellung konsequent mitdenkt“. Auch Finanzminister Markus Marterbauer (beide SPÖ) erwartet durch die neue, transparente Darstellung schrittweise Verbesserungen. Dabei werde durch die Förderung einer tatsächlichen Gleichstellung von Frauen und Männern nicht nur der soziale Zusammenhalt gestärkt, sie bringe auch „erhebliche wirtschaftliche und gesellschaftliche Vorteile“.
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