Doppelbudget soll noch vor dem Sommer stehen

PG ZUR VORSCHAU AUF DEN STAATSHAUSHALT 2026:  MARTERBAUER
Statt wie geplant im Oktober könnte das Budgetgesetz für die kommenden zwei Jahre schon im Juli vor der Sommerpause beschlossen werden.

Zusammenfassung

  • Die Bundesregierung plant, das Doppelbudget 2027/28 bereits vor dem Sommer im Parlament zu beschließen.
  • Gespräche mit den Parlamentsklubs über eine Vorverlegung des Budgetbeschlusses laufen, Entscheidung liegt beim Nationalrat.
  • Die FPÖ zeigt sich offen für das Vorziehen und betont die Bedeutung für Finanzmärkte und Strukturreformen, solange der Parlamentsbetrieb nicht gestört wird.

Die Bundesregierung möchte das geplante Doppelbudget für 2027/28 noch vor dem Sommer im Parlament beschließen. Entsprechende Überlegungen wurden der APA am Dienstag im Finanzministerium bestätigt. 

Man sei dazu mit den Parlamentsklubs in Kontakt. Der Termin für die Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer (SPÖ) ist eigentlich erst für 14. Oktober festgelegt. Eine Änderung des Fahrplans müsste in der Präsidialkonferenz des Nationalrats beschlossen werden.

Bessere Planbarkeit

Nächste Gelegenheit dafür wäre nächste Woche, wenn die Präsidiale vor der Plenarsitzung zusammenkommt. Die FPÖ bestätigte, dass der Finanzminister über den Plan zu einem Vorziehen des Budgetbeschlusses an die Klubsherangetreten sei. 

Begründet werden die Überlegungen im Finanzministerium damit, dass man die Budgetplanung im Sinne der Effizienz und der besseren Planbarkeit möglichst früh angehen wolle. Es liege aber im Ermessen des Parlaments, den Fahrplan zu adaptieren. Statt wie geplant im Oktober könnte das Budgetgesetz für die kommenden zwei Jahre so im Juli vor der Sommerpause beschlossen werden.

Die Freiheitlichen zeigten sich jedenfalls offen für das Vorhaben. Der zu erwartende Budgetbeschluss im Juli sei eine Chance, um das Vertrauen der Finanzmärkte zurückzugewinnen, um unnötige Milliarden an Mehrzahlungen für Kreditzinsen zu vermeiden, meinte der blaue Budgetsprecher Arnold Schiefer in einer Aussendung und forderte einmal mehr ausgabenseitige Strukturreformen. 

Wichtig sei nur, dass der restliche Parlamentsbetrieb nicht durch das Vorziehen gestört werde, hieß es aus dem Klub insbesondere mit Blick auf den Pilnacek-U-Ausschuss, für den bis zum 2. Juli Sitzungen geplant sind.

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