Budgetdefizit: Mehrheit geht von steigenden Staatsschulden aus

Prognosen
Trotz Schnellschätzung der Inflation (2 %) und besserem Budgetvollzug des Bundes.

Erst Ende März wird bekannt werden, wie hoch sich Bund, Länder und Gemeinden im abgelaufenen Jahr 2025 verschuldet haben.  Dass der Bund, wie zuletzt berichtet,  die Budgetziele 2025 überfüllt hat (Finanzierungssaldo ist mit einem Minus von 14,4 Milliarden um 3,7 Milliarden Euro geringer ausgefallen als angenommen), lässt die Bevölkerung allerdings nicht  optimistisch sein.

Laut einer OGM-Umfrage für den KURIER (1.011 Wahlberechtigte, Schwankungsbreite: +/– 3,1 %) gehen 63 % der Befragten davon aus, dass die Schulden weiter steigen werden. 24 % geben an, dass der Schuldenstand bestehen bleiben wird, 7 % gehen von einem geringeren Defizit aus. „Nach mehr als zweijähriger öffentlicher Diskussion über Budgetnöte und Miniwachstum haben Pessimisten die Oberhand“, fasst OGM-Chef und Meinungsforscher Wolfgang Bachmayer die Umfragedaten zusammen. 

Defizitabbau

Allen voran die Opposition: FPÖ-Wähler (84 %) und Grün-Wähler (55 %) – gehen von mehr Schulden aus; bei den ÖVP-Wählern sind es 47 %, bei Sympathisanten der SPÖ  und der Neos je 44 %. „Eine Mehrheit von 71 % bezweifelt auf Nachfrage, dass die Schulden durch die Maßnahmen der Regierung merkbar sinken werden“, so Bachmayer. 

Maßnahmen

„Und das, obwohl das Erreichen des eigenen 2-Prozent-Inflationsziels derzeit als Sanierungsmaßnahme  von der Koalition gefeiert wird.“ 17 % geben an, dass die Vorhaben der Koalition sich sehr wohl positiv auf den Schuldenabbau auswirken werden. 

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