Die Universität Wien führt zum Teil Aufnahmeverfahren durch

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Politik Inland
04/08/2020

Coronavirus: ÖH fordert Rückerstattung der Studiengebühren

Hochschülerschaft appelliert. Private Heimplatzanbieter bangen um Existenz.

von Johanna Hager

Österreich ist seit bald einem Monat auf einen Notbetrieb heruntergefahren. Das öffentliche Leben steht gleichsam still. Schulen und Universitätens sind geschlossen.

Ob und in welcher Form an den Hochschulen im laufenden Sommersemester gelehrt wird, wie die Studierenden zu ihren notwendigen Abschlüssen kommen, das ist für viele ungewiss.

Die Österreichische HochschülerInnenschaft appelliert nun in einem offenen Brief an den zuständigen Bildungsminister Heinz Faßmann.

“Erlassen Sie nicht nur Verordnungen, sondern erlassen bzw. erstatten sie auch allen Studierenden die Studiengebühren für dieses Semester! Zeigen Sie, dass dieser Regierung nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die Zukunft der Studierenden am Herzen liegt“, fordert das Vorsitzteam.

Wann und in welcher Form die Schulen wieder für alle Schüler geöffnet sein werden, das soll am Gründonnerstag bekannt gegeben werden.

Fix ist jetzt schon, dass Träger von privaten Internaten um ihre Existenz bangen. Ein österreichweiter Träger ist "Kolping Österreich".

Kein Schulbetrieb - Heimbeiträge entfallen

Bisher sei man davon ausgegangen, "dass die Schulen nach Ostern wieder öffnen und Kolping Österreich den Betrieb der Jugendwohnhäuser für BundesschülerInnen mit verkraftbaren Einbußen wiederaufnehmen kann." Da die Wiederaufnahme des Schulbetriebes aber immer unrealistischer werde, bittet "Kolping Österreich"  das Bundesministerium um Informationen für private Internatsträger, um Unterstützungsmöglichkeiten für Internate abzuklären.

Die derzeitigen Entwicklungen hätten schon dazu geführt, dass Eltern die fälligen und bereits bereits reduzierten Heimbeiträge nicht mehr zahlen wollen. Und zwar in "der fälschlichen Annahme, diese Weigerung sei durch die Festlegung betroffener Bundeskonvikte gedeckt", heißt es in einem Schreiben.

Aus dem zuständigen Bildungsministerium heißt es auf KURIER-Nachfrage:

"Das Kolpinghaus ist wie viele anderen Anbieter ein private Erhalter, unsere Möglichkeiten sind daher sehr beschränkt. Natürlich ist es auch unser Interesse, dass diese wichtigen Partner im Bildungsbereich gut durch die Krise kommen."

In welcher Form und Höhe das Ministerium zu einer Lösung beitragen kann? " Vorschläge etwa über die Abdeckung über den Krisenbewältigungsfonds werden von uns gerne angesehen."

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