Politik | Inland
03.11.2018

Coding & E-Commerce: 60 Jugendliche in neuen Lehrberufen

Ministerinnen Schramböck und Hartinger-Klein starteten Initiative „Ich bin ein Macher“.

Lea ist 14 Jahre alt, ihr Hobby: „Welten erschaffen“, ihr Berufswunsch: „ Coding“.

Coding“, das ist, vereinfacht gesagt, Programmieren und Datenanalyse, und einer von vier neu geschaffenen Lehrberufen, die ab sofort auf der Internetseite ichbineinmacher.at vorgestellt werden.

Im September haben die ersten 60 Jugendlichen eine Lehre in „Coding“ und „E-Commerce“ (sprich: Online-Handel) begonnen. Vorgestellt werden auch die Lehre als Land- und Baumaschinen-Techniker sowie die Zahnärztliche Assistenz.

Die Initiative von Wirtschafts- und Sozialressort soll aber nicht nur auf die neuen Lehrberufe aufmerksam machen, sie soll auch das Bild der Lehre in der Öffentlichkeit verbessern, erklärt ÖVP-Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck: „Unsere Lehrlinge sind Macher, die sich für eine großartige berufliche Zukunft entscheiden. Wir müssen mit Stolz auf die Leistungen unserer Jugendlichen schauen.“ Mehr als 200 Lehrberufe seien noch zu wenig bekannt, zudem gebe es zu wenige Mädchen in technischen Berufen, sagt sie.

Lehrlingsmangel entspannt

Sozialministerin Beate Hartinger-Klein will durch die Attraktivierung der Lehre den Fachkräftemangel bekämpfen, aber auch die Arbeitslosenquote senken. „Mit einer absolvierten Lehrausbildung hat man langfristig die besten Chancen, der Arbeitslosigkeit zu entkommen“, sagt die FPÖ-Ministerin.

Die Lage am Lehrlingsmarkt hat sich entspannt: Im Oktober kamen auf 6599 offene und sofort verfügbare Stellen 6873 Lehrstellensuchende – das ist eine „Lücke“ von 274. Zum Vergleich: Ende 2017 lag sie bei 1504. In Kärnten und der Steiermark ist das Verhältnis ausgeglichen, in Oberösterreich und Tirol gibt es mehr offene Stellen. Nur Wien schert aus: Auf eine Lehrstelle kommen sieben Suchende.