IBIZA-U-AUSSCHUSS: HAFENECKER

© APA/HERBERT NEUBAUER / HERBERT NEUBAUER

Politik Inland
07/08/2021

U-Ausschuss: Hafenecker hat Delta-Variante, 339 Personen von Cluster betroffen

Neun Personen wurden positiv getestet, hinzu kommt eine ganze Menge an Kontaktpersonen.

Christian Hafenecker, FPÖ-Fraktionsführer im U-Ausschuss, wurde vergangene Woche positiv auf Corona getestet. Wie er nun "der geschätzten Weltöffentlichkeit" auf Twitter bekanntgab, hat er die Delta-Variante. 

Der Tweet hat einen zynischen Ton - Hafenecker nimmt damit Bezug auf die anhaltende Kritik, er habe nicht rechtzeitig über seine Infektion informiert. Zur Erinnerung: Am vergangenen Freitag erhielt er das positive PCR-Ergebnis und sagte laut eigenen Angaben zunächst seinen engeren Kontakten Bescheid. Die Parlamentsdirektion informierte er erst am Montag, bekannt wurde seine Infektion über einen Bericht eines Onlinemediums. 

Kontaktpersonen gemeldet

Die Meldung hat eine Lawine ausgelöst: Sechs weitere Infektionen wurden diese Woche bekannt - darunter Neos-Fraktionschefin Stephanie Krisper, der grüne Mandatar David Stögmüller und Mitarbeiter der U-Ausschuss-Fraktionen.

Mittlerweile sind, so berichtet das Ö1-"Morgenjournal", insgesamt neun Infektionen im Umfeld des U-Ausschuss behördlich gemeldet. 

Von dem Cluster sind auch folgende Kontaktpersonen betroffen: 30 Personen wurden als K1 (Hoch-Risiko-Exposition) und 300 Personen als K2 (Niedrig-Risiko-Exposition) eingestuft, bestätigten die Wiener Gesundheitsbehörden den ORF-Bericht.

Die große Zahl der K2-Kontaktpersonen ist vor allem darauf zurückzuführen, dass der Grünen-Abgeordnete Stögmüller im Contact Tracing alle 230 Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Landesversammlung der oberösterreichischen Grünen vom vergangenen Freitag angegeben hat, wie es im "Morgenjournal" hieß.

Wer war der Spreader?

Noch nicht geklärt ist übrigens die Frage, welche Person beim Parlamentscluster der "Fall null" war, bei dem die Infektionskette begonnen hat. Diese Frage versuche man im Zuge des Contact Tracings zu klären, wird bei den Wiener Gesundheitsbehörden betont. Das werde allerdings nicht einfach werden.

K1 bedeutet, dass man 14 Tage in Quarantäne muss. Darunter fallen laut den kürzlich geänderten Richtlinien des Gesundheitsministeriums nun auch teilgeimpfte Personen, die Kontakt mit einer Person mit Verdacht auf eine Infektion mit der Delta-Variante hatten. K2 bedeutet, dass man auf seinen Gesundheitszustand achten und sich testen lassen soll (mehr dazu im Artikel unten). 

*Hinweis: In einer früheren Version des Artikels wurde die Clustergröße mit 339 Personen angegeben. Insgesamt sind - Stand 8.7., 15.00 Uhr -, neun Personen behördlich gemeldet. 339 Personen sind vom Cluster lediglich betroffen. Jedoch werden lediglich Infizierte zum Cluster gezählt, Kontaktpersonen nicht. 

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