Waldviertler Priester empfahl Wahl von FPÖ-Hofer

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Eine Rüge handelte sich der Pfarrer aus dem Bezirk Horn von seiner Diözese in St. Pölten ein.

"Der Kandidat Van der Bellen ist für Christen nicht wählbar, da er wie seine Partei für die Abtreibung ist. Und Abtreibung ist Mord." Ein Pfarrer aus dem Bezirk Horn fällt nicht zum ersten Mal mit umstrittenen Ansichten auf. Diesmal gab er im Pfarrblatt laut Medienberichten unmissverständlich eine Wahlempfehlung für den Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer ( FPÖ) ab – und kassierte dafür eine Rüge aus der Diözese St. Pölten. Ob er auch disziplinäre Folgen fürchten muss, konnte Sprecher Florian Welzig vorerst nicht sagen.

In seinen Zeilen unter dem Titel "Information zur Wahl am 4. Dez." geht der Pfarrer noch weiter: "(...) Ein Christ darf durch die Wahl ungeeigneter Kandidaten nicht mitschuldig werden an Abtreibungsgesetzen. Der praktizierende Christ Norbert Hofer dagegen ist gegen die Abtreibung und steht für sehr vernünftige Ziele. (...)"

Rüffel

"Wir haben den betroffenen Pfarrer darauf aufmerksam gemacht, dass Wahlempfehlungen im Pfarrblatt und in der Predigt nichts verloren haben", sagte Welzig im KURIER-Gespräch.

Schon vor zweieinhalb Jahren fiel der Pfarrer mit besonderen Ansichten zur aufgeklärten Gesellschaft auf: Homosexualität sei "pervers, widernatürlich, schwerste Sünde" und gehöre geheilt, hieß es in seinem Pfarrblatt damals.

( kurier.at ) Erstellt am 29.11.2016