Budget: Regierung stellt 60 Millionen Euro für Luftfahrt bereit
Die Bundesregierung stellt der österreichischen Luftfahrtbranche im Rahmen des Doppelbudgets 2027/2028 jährlich 30 Mio. Euro bereit. Das Geld soll den Sektor angesichts geopolitischer Unsicherheiten stützen, teilte das Verkehrsministerium am Montag gegenüber der APA mit. Wie die Mittel konkret eingesetzt werden, steht aber noch nicht fest. Geht es nach der Branche, soll damit die Flugabgabe gesenkt werden. Entschieden werden soll bis Ende September.
Die Mittel sollen jedenfalls dazu beitragen, "die Widerstandsfähigkeit des österreichischen Luftverkehrsstandorts gegenüber geopolitischen und energiepolitischen Verwerfungen zu stärken" sowie auf "mögliche Versorgungsengpässe und Marktverwerfungen rasch reagieren" zu können, hieß es seitens des SPÖ-geführten Ressorts. Dafür starte man nun "einen strukturierten Dialog mit Fluggesellschaften, Flughäfen und weiteren Akteuren der Branche". Der Iran-Krieg hatte unlängst nicht nur die Preise für Öl in die Höhe getrieben, er nährte auch Sorgen vor einer Verknappung des Angebots bzw. vor einem Mangel an Kerosin.
Die Arbeitsgemeinschaft Österreichischer Verkehrsflughäfen (AÖV) sowie der Flughafen Wien begrüßten die Unterstützung und forderten, das Geld für eine Senkung der Flugabgabe einzusetzen. So gelte heute in Österreich "auf der Kurzstrecke die dritthöchste Flugabgabe Europas, während 19 andere EU-Staaten gar keine derartige Abgabe einheben. Das macht es heimischen Airports immer schwerer, konkurrenzfähig zu bleiben und Airlines zu motivieren, neue Flugverbindungen zu ihren Standorten aufzunehmen", schreibt die AÖV in einer Reaktion. Für die Vorstände des Flughafens Wien, Julian Jäger und Günther Ofner, wäre eine Senkung daher die "wichtigste Maßnahme zur Stärkung der österreichischen Luftfahrt und damit des gesamten Wirtschafts- und Tourismusstandorts". Über die 60 Mio. Euro für den Luftverkehr hatte zuvor bereits die "Krone" berichtet.
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