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Politik Inland
01/18/2019

Bogner-Strauß verteidigt neue Notrufnummer für Frauen

Zehn Prozent mehr Geld soll es künftig für Frauenberatungsstellen, Übergangswohnungen aber auch Männerberatung geben.

Nicht ganz ohne Stolz hatte Frauenministerin Juliane Bogner-Strauß am Donnerstag einen neuen Maßnahmenkatalog gegen Gewalt gegen Frauen vorgestellt. Ein zentraler Bestandteil davon soll eine neue Notrufnummer für Frauen sein.

Von dieser Neuerung zeigten sich jedoch nicht alle so begeistert wie die Ministerin. Immerhin gibt es bereits seit 20 Jahren eine solche Nummer, nämlich die 0800/222-555.

„Wir wollen eine zweite Frauennotrufnummer, die dreistellig ist. Wer kann schon in einer Notsituation eine zehnstellige Nummer abrufen?“, rechtfertigte die Ministerin die Maßnahme im Ö1 Morgenjournal.

"Das kostet Geld"

Warum aber statt einer neuen Nummer nicht die alte besser bewerben? „Das kostet Geld und ich bin der Meinung, dass wir dieses Geld auch für Beratungsstellen in die Hand nehmen können“, erklärte Bogner-Strauß. In Österreich würden vor allem noch zusätzliche Beratungsstellen für Frauen und Mädchen gebraucht, die von sexueller Gewalt betroffen sind.

Dass sie in der Vergangenheit vielen Fraueninitiativen die Mittel gekürzt hat, sieht die Ministerin rückblickend nicht als Fehler. „Wir haben das Geld in Richtung Opfer- und Gewaltschutz verschoben“, sagte sie. 2019 werde man zusätzlich zur Inflationsabdeckung zehn Prozent mehr Geld für Beratungsstellen, Übergangswohnungen aber auch Männerberatung in die Hand nehmen. Woher diese Mittel kommen sollen? „Interne Umschichtung und Rücklagen.“

Budgeterhöhung

Außerdem betonte die Ministerin, das Budget im Frauenministerium sei in den vergangenen Jahren immer gleichgeblieben. „Ich schaffe es erstmals 2019, mehr Geld in die Hand zu nehmen.“

Auch eine Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium sei geplant, erläuterte Bogner-Strauß, gefragt nach ihren Plänen für Gewaltprävention. Ab dem Schuljahr 2020/21 soll in den Lehrplönen das Thema gewaltfreie Beziehung verankert werden, um "eine Entwertung der Frau zu verhindern".

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