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Asylzahlen gehen zurück: Kinder stärkste Antragsgruppe

Die Zahl der Asylanträge ging auch im Mai weiter deutlich zurück. Die meisten Anträge kamen heuer von Syrern und Afghanen.
Asyl

Zusammenfassung

  • Im Mai wurden 771 Asylansuchen eingebracht, was einem Rückgang von 47 Prozent gegenüber dem Vergleichsmonat und von 46 Prozent in den ersten fünf Monaten entspricht.
  • Mit 40,5 Prozent stellen 0- bis 7-Jährige heuer die stärkste Antragsgruppe, vor allem wegen nachgeborener Kinder von Flüchtlingen, insgesamt sind gut 49 Prozent der Antragsteller minderjährig.
  • Die meisten Anträge kommen von Syrern und Afghanen, wobei Afghanen deutlich höhere Anerkennungsquoten haben, während die Zahl der Plätze in der Grundversorgung seit Jahresbeginn um mehr als 5.700 gesunken ist.

Die Asylstatistik bringt auch im Mai nicht viel Neues. Der rückläufige Trend bei den Anträgen setzt sich in Richtung Sommer fort. Im Mai wurden 771 Ansuchen eingebracht, was einen Rückgang um 47 Prozent zum Vergleichsmonat 2025 bedeutet. Über die ersten fünf Monate beträgt das Minus bei den Anträgen 46 Prozent. Mittlerweile deutlich am stärksten ist die Gruppe der 0- bis 7-Jährigen.

40,5 Prozent der heuer eingebrachten Anträge stammen von Kindern aus dieser Altersgruppe. Damit setzt sich die entsprechende Entwicklung aus den vergangenen Jahren fort. 2022 waren gerade einmal sechs Prozent der Anträge aus dieser Altersgruppe gekommen, 2023 15 Prozent. Im Vorjahr war man bei knapp 34 Prozent angelangt.

Viele nachgeborene Kinder

Dies ist vor allem auf nachgeborene Kinder von Flüchtlingen zurückzuführen. Heuer kamen von den gesamt 4.168 Anträgen immerhin 1.500 aus dieser Gruppe. Insgesamt waren gut 49 Prozent der Antragsteller noch minderjährig. Im Vergleich dazu stammten nur 1,7 Prozent der Ansuchen von Personen, die älter als 65 sind.

Was die Geschlechterverteilung insgesamt angeht, sind Männer mit knapp 58 Prozent stärker repräsentiert. Hier war der Abstand aber schon einmal deutlich höher. So waren beispielsweise 2022 gleich 91 Prozent der Antragsteller männlich, 2023 auch noch 76 Prozent. Seither ist der Wert stabil bei knapp 60 Prozent Männern.

Afghanen und Syrer in Statistik weiter voran

Die meisten Anträge kamen heuer von Syrern und Afghanen, jeweils etwas über 1.000. Afghanen haben dabei deutlich bessere Chancen auf Zuerkennung eines Asyltitels, der heuer bei Personen aus dem von den Taliban regierten Land in knapp 70 Prozent der Fälle erteilt wurde. Bei Syrern lag die Anerkennungsrate bei lediglich 31 Prozent. Dafür stellten sie bei Personen mit subsidiärem Schutz mit Abstand die zahlenmäßig stärkste Gruppe.

Weiter entspannt hat sich die Situation in der Grundversorgung, wo die Zahl der Plätze seit Jahresbeginn um mehr als 5.700 zurückgegangen ist. Insgesamt ist die Zahl wegen der Belegung durch die Vertriebenen aus der Ukraine mit knapp 47.100 Grundversorgten aber noch immer relativ hoch.

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