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© /Screenshot FPÖ Graz

Fremd im eigenen Haus

Anti-Ausländer-Aktion: FPÖ macht für Graz-Wahl mobil

Grazer FPÖ sammelt Unterschriften gegen Ausländer im Gemeindebau.

von Johanna Hager

11/03/2016, 10:18 AM

Die Grazer FPÖ wirbt mit einem vierseitigen Folder "Gemeindewohnungen zuerst für Grazer" um Unterschriften. Und um Stimmen, denn: Da die Grazer KPÖ das Budget wegen eines geplanten Kraftwerks platzen ließ, gibt es im Frühjahr 2017 Neuwahlen. FPÖ-Stadtrat Mario Eustacchio macht im KURIER-Gespräch kein Hehl daraus, dass die Petition "uns quasi im Vorwahlkampf zugute kommt".

Rund 200 Personen haben online das blaue Begehr, das mit "Fremd im eigenen Haus" getitelt und mit muslimisch Gläubigen bebildert ist, unterschrieben. Die Illustration ist optisch wie inhaltlich fragwürdig: Nur 16 Prozent der Gemeindebau-Bewohner sind laut einer Studie Nicht-EU-Staatsbürger. "Manchmal muss man einen provokanten Ansatz wählen", sagt Eustacchio. Geht es nach der FPÖ, sollen Gemeindewohnungen nur an jene vergeben werden, die 5 Jahre ihren Hauptwohnsitz in Graz hatten und, wie in Wels praktiziert, Deutschkenntnisse haben.

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