Politik 20.12.2011

Gaston Glock schießt Geld zu

Der Verein "Rettet das AKH" hat einen prominenten Spender.

Der Waffenindustrielle Gaston Glock, Erfinder der weltweit verbreiteten Glock-Pistolen, überweist den Ärzten in Not 250.000 Euro. „Er finanziert so ein Jahr lang einen Nachtdienst in der Kinderklinik“, bestätigt Betriebsrat Thomas Szekeres.

Schuss ins Blaue? Doch allen Spenden zum Trotz: Die AKH-Ärzte sind noch nicht zufrieden. Sie fürchten, dass die erreichte Abwendung der Journaldienstreduktionen nur temporär ist und fordern von der Politik eine „nachhaltige Finanzierung“, wie Szekeres am Dienstag nach einer zweiten Betriebsversammlung klarstellte. Ursprünglich angedrohte Streikmaßnahmen seien aber vom Tisch. Immerhin hatte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (ÖVP) am Freitag eine 9-Millionen-Euro-Geldspritze für das größte Spital Europas in Aussicht gestellt. Die Finanzierung der Journaldienste ist so bis Sommer 2013 gesichert. „Das reicht aber nicht, um den Aufnahmestopp zurückzunehmen“, beklagt Szekeres. Zudem müssen die Mittel an den Bund zurückbezahlt werden, da das Geld nur ein Vorgriff auf kommende Budgets ist.

Zumindest auf Glock ist Verlass: Die 250.000 Euro müssen nicht wieder rückerstattet werden. Es handelt sich um eine klassische Spende.

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( Kurier ) Erstellt am 20.12.2011