Politik
05.12.2011

First Lady Asma al-Assad soll in London abgetaucht sein

Ihr "Verschwinden" ist ein Zeichen der zunehmend verzweifelten Situation in Syrien.

Anfang März, wenige Tage vor Ausbruch der Unruhen in Syrien, feuerte First Lady Asma al-Assad noch eine Gruppe Studenten an: "Ihr müsst euch alle für euer Land einsetzen - das ist die Chance, Syrien so zu verändern, wie ihr es wollt." Hunderttausende Menschen haben sich seither für ihre Heimat eingesetzt - allerdings gar nicht im Sinne der Präsidentenfamilie.
Seither ist die schöne, stets in westlichen Designerkleidern auftretende Frau von Diktator Bashir al-Assad abgetaucht. Gerüchteweise soll die 35-jährige studierte Informatikerin und frühere Investmentbankerin mit ihren drei kleinen Kindern zu den Elten nach London ausgereist sein. Geld hätte sie dort genug: Der Assad-Clan soll in London ein Milliarden-Vermögen geparkt haben.

Wo immer Asma al-Assad sein mag, ihr "Verschwinden" ist ein Zeichen der zunehmend verzweifelten Situation in Syrien. Die gebürtige Londonerin, die im Westen ausgebildet wurde, hätte dem starren Regime in Syrien einen modernen, liberaleren Anstrich geben sollen. Und eine Zeit lang funktionierte es: Die Welt-Medien lagen der aparten First Lady zu Füßen. Noch im Februar huldigte ihr die amerikanische Vogue in einer seitenlangen Eloge als "Rose der Wüste". Im April, nach den ersten Hunderten Toten in Syrien und Leser-Proteststürmen, nahm die Vogue den Artikel vom Netz.

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