Politik 30.03.2012

Filmstar Michelle Yeoh in der Rolle ihres Lebens – als Suu Kyi

„The Lady“ im Kino: Aung San Suu Kyis Leben bietet genug Stoff für einen Film.

Von der Hausfrau zur Freiheitskämpferin, von der politischen Gefangenen zur Parlamentskandidatin – Aung San Suu Kyis Leben bietet genug Stoff für einen Film. Das dachten sich auch Hollywood-Star Michelle Yeoh und der französische Erfolgsregisseur Luc Besson, die Suu Kyis bewegende Geschichte in "The Lady" nachzeichnen.

Treibende Kraft hinter dem Film-Projekt war Yeoh, bekannt für starke Frauenrollen in Actionstreifen wie "Tiger & Dragon" oder als kämpferisches Bond-Girl in "Der Morgen stirbt nie". Die 48-jährige malayische Schauspielerin war von Suu Kyi fasziniert, seit diese 1991 den Friedensnobelpreis erhalten hatte. "Suu Kyi ist eine unglaubliche Frau, eine Inspiration", schwärmt Yeoh. "Sie wurde zur Mutter einer Nation, nicht nur zu der ihrer zwei Kinder."

Jahrelang beschäftigte sich Yeoh mit Burma, lernte die schwierige Landessprache, studierte 200 Stunden Filmmaterial von Suu Kyi und nahm ab, um die schmächtige, willensstarke Frau glaubwürdig darstellen zu können.

Entstanden ist ein Film, der Suu Kyis Leben und das ihrer britischen Familie beleuchtet, von der sie seit 20 Jahren getrennt lebt. Ihr Mann Michael Aris starb 1999.

Kurz nach Ende der Dreharbeiten 2010 wurde Suu Kyi überraschend aus dem Hausarrest entlassen. Die gesamte Film-Crew suchte um Visa an, um sie zu besuchen, doch nur Yeoh erhielt eines. Ihr Abendessen mit Suu Kyi blieb die einzige Begegnung – seit damals darf Yeoh nicht mehr nach Burma einreisen.

TIPP: "The Lady" läuft ab 6. April in den österreichischen Kinos.

Internet: www.thelady-film.de

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( Kurier ) Erstellt am 30.03.2012