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Politik
12/05/2011

Eurofighter schwärmen aus

Die Piloten der Jets trainieren, die der Heereshelikopterbilden sich fort: Vorallem im Luftraum über Kärnten gibt es viel Betrieb.

von Brigitta Luchscheider

Bis zu dreimal täglich wird es in der kommenden Woche "knallen": Das Bundesheer führt von 26. September bis 7. Oktober in ganz Österreich mit Ausnahme von Wien und Vorarlberg Piloten-Trainings mit dem Eurofighter durch.

Der sprichwörtliche "Knall" resultiert aus der Geschwindigkeit, mit der sich dieses Flugzeug bewegt: Es fliegt schneller als der Schall, was bei Annäherung an diese Grenze zu Stoßwellen am Flugzeug führt. Dadurch steigt der aerodynamische Druck und baut bildhaft eine Mauer auf. Wird diese Schallmauer durchbrochen, kommt es zum Überschallknall. Die Geschwindigkeit beträgt dann 1200 bis maximal 2400 Stundenkilometer.

Geübt wird der Abfang eines Luftfahrzeugs in einer Höhe ab 12.500 Meter und vornehmlich im dünn besiedelten, alpinen Kernraum. Die genauen Routen werden kurzfristig in Kooperation mit der zivilen Flugsicherung festgelegt, wobei auch der zivile Flugverkehr berücksichtigt werden muss. Bei Schönwetter kann man die Abfangjäger sogar vom Boden aus beobachten.

8 bis 17 Uhr

Das Bundesheer ersucht die Bevölkerung um Verständnis, denn jährlich ist eine solche Übung vorgeschrieben. Die Flüge werden an Wochentagen zwischen 8 und 17 Uhr durchgeführt.

Die Eurofighter fliegen pro Jahr etwa 70 "Priorität A"-Einsätze. Meist werden dabei Flugzeuge, die sich am Funk nicht melden, abgefangen und identifiziert.
Damit es nicht zu leise wird, gibt es vom 26. bis 30. September in Kärnten auch noch die Luftlandefortbildung des Jägerbataillons 25: 50 Berufssoldaten und fünf Hubschrauber (ein S-70 "Black Hawk", zwei Agusta Bell 212, eine Alouette III und ein Bell OH-58 "Kiowa") werden im Einsatz sein - und das Tag und Nacht. Geflogen wird hauptsächlich über Klagenfurt, St. Veit, Völkermarkt, Feldkirchen und dem Rosental.

Geübt werden der Lufttransport von Soldaten, Waffen und Ausrüstung, aber auch die Zusammenarbeit mit den Luftfahrzeugen wie das Einweisen der Hubschrauber, die Annäherung sowie das rasche Auf- und Absitzen. Besondere Aufmerksamkeit wird dabei dem Bereich des Flugretterdienstes des Militärs gewidmet.

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