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Politik
08/30/2012

Enthüllungen zum Tod Bin Ladens

Das Buch eines Elitesoldaten ist ein Augenzeugenbericht vom Tod des Terrorpaten. Die Darstellung widerspricht jener des Weißen Hauses merklich.

von Caecilia Smekal

Das Buch belegt jetzt schon Platz eins der Amazon-Charts, obwohl es noch nicht erhältlich ist. Die Startauflage beträgt rund 400.000 Stück, der Erscheinungstermin wurde eine Woche vorverlegt, um des Ansturms Herr zu werden. "Kein leichter Tag: Ein Bericht aus erster Hand über die Mission, bei der Osama bin Laden getötet wurde" ist schon ein Bestseller. Der Autor ist ein Ex-Soldat der Eliteeinheit Navy Seals mit dem Pseudonym Mark Owen, heute in Ruhestand. Die wahre Identität des 36-Jährigen wurde vom rechtslastigen US-Sender Fox News enttarnt.

Die ersten Inhalte, die von der Huffington Post vorab gedruckt wurden, bergen politischen Sprengstoff: Die Darstellung des Ex-E­litesoldaten über die Tötung des El-Kaida-Chefs im Mai 2011 im pakistanischen Abbottabad passt nicht mit jenen Informationen zusammen, die die US-Regierung veröffentlicht hatte: Laut Weißem Haus war die Tötung bin Ladens notwendig. Der Terrorpate habe sich in sein Schlafzimmer zurückgezogen, um dort vermutlich zu einer Waffe zu greifen.

Owen sieht dies anders: Von bin Laden sei keine Gefahr ausgegangen. Nach seiner Darstellung war Owen in der besagten Nacht der zweite Navy-Seal-Soldat, der in das Haus bin Ladens eindrang. Das Team soll die Treppen hinaufgestiegen sein, der vorangehende Soldat habe einen Kopf aus einer Tür im Obergeschoss hervorlugen gesehen. Owen will dann zwei schallgedämpfte Schüsse gehört haben: "Bop. Bop."

"Von meiner Position aus konnte ich nicht erkennen, ob sie das Ziel trafen oder nicht. Der Mann verschwand im dunklen Raum", so Owen. Die Gruppe habe dann das Zimmer gestürmt, wo sie zwei Frauen und bin Laden fand, der sich in einer Blutlache krümmte. Schließlich habe man so lange gefeuert, bis sich der Körper nicht mehr regte. Hinterher wurden in dem Zimmer auch zwei Waffen gefunden: ungeladen und unberührt.

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