Politik | Ausland
15.03.2018

Zehntausende Menschen demonstrierten für Orban

Gegen den "Friedensmarsch" gab es auch Gegendemonstrationen.

Mit einem "Friendensmarsch" haben am Donnerstag Zehntausende Menschen in Budapest für die rechts-konservative Regierung von Premier Viktor Orban demonstriert. Organisiert wurde der Marsch unter dem Motto "Die Heimat zuerst" vom Forum für Zivile Zusammenarbeit, das als wohl dotierte "Fidesz-Filiale" gilt.

Das Forum rechnete im Vorfeld der Veranstaltung mit 100.000 bis 200.000 Teilnehmern. Mit dem " Friedensmarsch" wollten die Organisatoren vermitteln, dass die Völker Mitteleuropas "sehr empfindsam sind, was ihre Freiheit und Unabhängigkeit betrifft", zitierte die Ungarische Nachrichtenagentur MTI die Organisatoren.

"Stellungnahme für Ungarn"

Diese hatten im Vorfeld betont, der Marsch sei "nicht gegen jemanden gerichtet, sondern sei eine Stellungnahme für Ungarn". Medien bezeichnen den Marsch als eine in "Patriotismus verpackte" Wahlkampagne der rechtskonservativen Regierungspartei Fidesz. Auch habe die Regierung "keine Kosten gescheut, um Teilnehmer aus der ungarischen Provinz und mehrere Tausende aus Polen mit Bussen anzufahren", schrieb das Internetportal "Index.hu".

Gegendemonstranten hatten den "Friedensmarsch" mit kommunistischen Liedern "unterhalten", schrieb das Internetportal "Blikk". Die Gegendemonstranten seien als "Dreckige Kommunisten" beschimpft worden.