Politik | Ausland
02.04.2018

Zahl der Christen in Israel nimmt nicht weiter ab

Durch den Zuzug christlicher Arbeitsmigranten etwa aus den Philippinen, Indien und Sri Lanka ist die Zahl im Nahen Osten stabil.

Nach Angaben des Hilfswerks "Initiative Christlicher Orient" (ICO) sinkt die Zahl der Christen in Israel und Palästina nicht weiter. "Es kommen endlich wieder mehr Pilger", sagte ICO-Generalsekretärin Romana Kugler im Gespräch mit Kathpress. Und: "Die Zahl der Christen insgesamt im Heiligen Land sinkt nicht weiter."

Letzteres sei dem Zuzug von sogenannten "hebräischsprachigen" Christen geschuldet, sagte die ICO-Generalsekretärin, die eben erst von einem Lokalaugenschein in Israel und Palästina und im österlichen Jerusalem zurückgekehrt ist. Bei den "hebräischsprachigen" Christen handelt es sich vor allem um Arbeitsmigranten aus Ländern wie den Philippinen, Indien und Sri Lanka.

Katastrophale Lage in Gaza

Anders ist die Lage im Gaza-Streifen. Laut einem Bericht der neuen Direktorin der Caritas Jerusalem, Schwester Bridget Tighe, leben dort nicht einmal mehr tausend Christen. Tighe, eine irische Ordensfrau, steht seit zwei Monaten an der Spitze der Caritas Jerusalem. Sie wirkte zuvor vier Jahre in Gaza, wo die Not der Menschen ein unvorstellbares Ausmaß angenommen habe.

Von den gut 1,9 Millionen Bewohnern Gazas sind rund 1,3 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen - fast 70 Prozent der Bevölkerung. Dazu kommt eine massive ökologische Katastrophe. Laut internationalen Studien wird Gaza bis spätestens 2020 unbewohnbar sein. Die ICO wolle deshalb auch Gaza künftig verstärkt in den Blick nehmen, sagte Kugler.