Politik | Ausland 14.03.2014

Palin würde Putin mit Atomwaffen stoppen

Sarah Palin,Ex-Gouverneurin von Alaska, spricht bei der jährlichen Konferenz der Conservative Political Action Conference (CPAC)… © Bild: APA/EPA/MICHAEL REYNOLDS

Die Republikanerin wüsste, wie sie mit der Krise in der Ukraine umgehen würde.

Was wäre wenn: Wäre Sarah Palin US-Präsidentin, wüsste sie, wie sie Russlands Präsidenten Wladimir Putin die Stirn bietet - mit Atomwaffen. Das ist zumindest ihr Ratschlag an den tatsächlich regierenden US-Präsidenten Barack Obama zur Lösung der weltpolitisch wohl schwersten Krise der vergangenen Jahre.

Seine Außenpolitik sei zu schwach, attestiert die frühere Vizepräsidentschaftskandidatin der Republikaner. Damit habe Obama es geschafft, dass "sehr, sehr, sehr böse Typen Macht gewonnen haben". Gut, man darf an dieser Stelle anmerken, dass Russlands Präsident Wladimir Putin - russischer Ministerpräsident von 1999 bis 2000, Präsident von 2000 bis 2008, dann wieder Ministerpräsident von 2008 bis 2012, jetzt wieder Präsident - wahrscheinlich schon vor Barack Obamas erstem Amtsantritt nicht ganz machtlos war. Ob ein Atomwaffeneinsatz grundsätzlich und in diesem Fall auf ein sehr, sehr, sehr großes Land wie Russland Sinn machen würde, darf stark bezweifelt werden - "böse Typen" hin oder her.

Trotzdem Palin: Auf einer Konferenz der konservativen Kräfte Amerikas hat sie dieses einfache Rezept präsentiert:

"Das einzige, was einen bösen Typen mit Atomwaffen aufhalten kann, ist ein guter Typ mit Atomwaffen."

Es ist auch nicht anzunehmen, dass sich Obama den Ratschlag jener Frau, die einst erzählt hatte, dass sie Russland von Alaska aus erspähen kann, zu Herzen nehmen wird.

Palins wahre Vorhersage

Aber auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn. Nach diesem Motto hat sich eine Vorhersage der ehemaligen Schönheitskönigin tatsächlich als wahr herausgestellt. Palin hatte im Jahr 2008 bei einer Rede in Reno, Nevada, mehrere Krisenszenarien dargestellt, die bei einer Wahl von Barack Obama zum Präsidenten der USA passieren würden: Darunter der Einmarsch Russlands in die Ukraine. Ein kausaler Zusammenhang zwischen Obamas Wahlsieg und der Krise in der Ukraine ist wahrscheinlich trotzdem nicht gegeben.

Die britische Zeitung The Independent schrieb in Bezug auf Palins weltpolitische Einschätzungsgabe und Weitsicht nicht ganz ernst gemeint: "Es stellt sich heraus, die Welt scheint Sarah Palin unterschätzt zu haben."

Erstellt am 14.03.2014