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Brisante Pläne: USA wollen eingefrorene Iran-Milliarden umleiten

Mit den Geldern sollen US-Verbündeten in der Golf-Region nach iranischen Angriffen unterstützt werden.
Hände halten einen Stapel iranischer 100.000-Rial-Banknoten mit dem Porträt von Ayatollah Khomeini.

Die USA wollen Berichten zufolge iranische Vermögenswerte an die vom Iran angegriffenen Golfstaaten umleiten. Das US-Finanzministerium erwäge, mit den Geldern seine Verbündeten in der Region nach iranischen Angriffen zu unterstützen, berichteten mehrere US-Medien unter Berufung auf eine Quelle aus dem Umfeld des Finanzministers Scott Bessent.

Bessent habe umfassende Schätzungen der bereits entstandenen Schäden seit Beginn des Iran-Kriegs in Auftrag gegeben, hieß es in den Berichten. Es würden zudem Möglichkeiten geprüft, iranische Vermögenswerte auch für künftige Reparatur- und Wiederaufbaumaßnahmen zugänglich zu machen. Nicht bekannt war zunächst, um welche Art von Vermögenswerten es sich bei den Überlegungen handle - etwa um Geld auf eingefrorenen Bankkonten oder um Sachwerte wie Öltanker.

Wiederholte Angriffe trotz geltender Waffenruhe

Der Iran hat seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar mehrfach Geschosse auf Staaten am Persischen Golf gefeuert, zuletzt in der Nacht auf Samstag auf Kuwait und Bahrain. Dort unterhält das US-Militär Stützpunkte, die nur wenige Hundert Kilometer Luftlinie vom Iran entfernt sind.

Die Ankündigung erfolgte einen Tag, nachdem Mohsen Resaei, ein Berater des obersten iranischen Führers, erklärt hatte, ein Friedensabkommen hänge von der Freigabe von 24 Milliarden Dollar (20,62 Mrd. Euro) an eingefrorenen iranischen Vermögenswerten ab. Die Friedensverhandlungen scheinen ins Stocken geraten zu sein, obwohl ein pakistanischer Minister als Vermittler am Samstag nach Teheran reiste. Die Spannungen wurden durch neue Angriffe verschärft. US-Streitkräfte griffen iranische Radarstellungen an, woraufhin die iranischen Revolutionsgarden nach eigenen Angaben ihrerseits US-Stützpunkte in Kuwait und Bahrain angriffen.

Die USA und der Iran verhandeln indirekt über ein Interimsabkommen zur Beendigung des drei Monate alten Krieges. Teheran fordert den Zugang zu Öleinnahmen in Milliardenhöhe, Ausnahmen von Sanktionen gegen Rohölexporte und die Aufhebung der US-Blockade seiner Häfen. Der Iran hat die Straße von Hormus blockiert, durch die vor dem Krieg etwa ein Fünftel der weltweiten Öltransporte floss. Zudem hat der Iran einen Waffenstillstand im Libanon zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz zur Bedingung für ein Abkommen mit Washington gemacht.

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