© EPA/J PAT CARTER

Präsidentschaftswahlkampf
03/05/2016

US-Wahlen: Da waren es nur noch sechs

Die Reihen der Bewerber für das Weiße Haus lichten sich. Weitere Vorwahlen am Samstag.

"Es gibt eine Menge Leute, die mich lieben, aber sie wählen mich nicht": Nach seinem erfolglosen Abschneiden bei den bisherigen Vorwahlen ist der republikanische Präsidentschaftskandidat Ben Carson aus dem Rennen ausgeschieden.

Der 64-jährige Neurochirurg hatte zu einem frühen Zeitpunkt im Auswahlverfahren die Umfragen im republikanischen Lager angeführt, spielt seitdem aber keine Rolle mehr. Damit verbleiben bei den Republikanern noch vier Bewerber, bei den Demokraten zwei:

Republikaner:

Ted Cruz(45), Senator aus Texas. Der Harvard-Absolvent ist ein Liebling der Erzkonservativen und wendet sich an christliche Wähler. Er kam als Sohn eines kubanischen Einwanderers und einer US-Bürgerin in Kanada zur Welt und gehört zur Minderheit der Hispanics. Cruz ist mit dem republikanischen Establishment zerstritten und bei seinen Kollegen im Senat wenig beliebt.
John Kasich (63), ehemaliger Investmentbanker bei Lehman Brothers und Gouverneur von Ohio. Verfügt über langjährige Erfahrung in der Politik und wird als Kandidat der politischen Elite gehandelt, gilt jedoch als chancenlos.
Marco Rubio(44), Der Senator aus Florida wurde mit dem Aufkommen der Tea-Party-Bewegung gewählt, machte sich aber mit seiner Unterstützung einer gescheiterten Einwanderungsreform bei den Erzkonservativen unbeliebt. Im Laufe der Vorwahlen ist der Hispanic zum Hoffnungsträger des republikanischen Establishments geworden.
Donald Trump (69), Immobilien-Magnat. Durch seine TV-Auftritte landesweit bekannt und als Milliardär von Spenden unabhängig. Seine Erfolgsserie bei den bisherigen Vorwahlen überrascht und entsetzt Experten und politische Gegner. Äußerst kontrovers wegen seiner Äußerungen zu Einwanderern und Frauen sowie seiner undiplomatischen Wortwahl. Findet viele Anhänger bei Wählern, die wütend und enttäuscht von der politischen Elite in Washington sind.

Demokraten:

Hillary Clinton (68), ehemalige Außenministerin und Senatorin aus New York. Vertraut mit dem Weißen Haus aus ihrer Zeit als First Lady neben Präsident Bill Clinton. Gilt spätestens nach dem starken Abschneiden am Super Tuesday als Favoritin. Genießt ausgesprochen starken Rückhalt bei afroamerikanischen Wählern.
Bernie Sanders(74), parteiloser Senator aus Vermont, der sich selbst als demokratischer Sozialist beschreibt. Kämpft gegen die ungleiche Verteilung von Reichtum. Erhält Zulauf insbesondere von jungen Wählern.

Neue Runde

Am Samstag gehen in fünf Staaten weitere Vorwahlen über die Bühne. Sowohl Demokraten als auch Republikaner wählen in den zwei Staaten Kansas und Louisiana. Während nur die Republikaner in Kentucky und Maine wählen, sind es in Nebraska nur die Demokraten. Auch nach dieser Runde wird wohl alles auf ein Duell zwischen Hillary Clinton und Donald Trump hindeuten.

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