Politik | Ausland
03.06.2018

US-Verteidigungsminister: Druck auf Nordkorea aufrechterhalten

Die UNO-Resolutionen zu Nordkorea würden zunächst in Kraft bleiben, sagte Mattis.

Der Druck auf Nordkorea wird nach den Worten von US-Verteidigungsminister Jim Mattis erst dann gelockert, wenn das Land überprüfbare und unumkehrbare Schritte hin zu atomarer Abrüstung geht. Die UNO-Resolutionen zu Nordkorea würden zunächst in Kraft bleiben, sagte Mattis am Sonntag in Singapur vor einem Treffen mit seinen Kollegen aus Japan und Südkorea.

Der Weg zu dem Gipfeltreffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un am 12. Juni werde holprig.

Japan forderte harte Linie

Der japanische Verteidigungsminister Itsunori Onodera hatte am Samstag eine harte Linie gegen Nordkorea verlangt. Aufgrund früherer Erfahrungen sei es wichtig, nicht schon die Gesprächsbereitschaft Nordkoreas zu honorieren, sagte er in Singapur. Das Land müsse konkrete Schritte zum Abbau all seiner Atom- und Raketenwaffen unternehmen.

Sein südkoreanischer Kollege Song Young-moo warb dagegen für einen Vertrauensvorschuss für Nordkorea. Südkorea setzt vor allem auf Dialog im Konflikt mit dem Nachbarn. Wenn man die Motive von Machthaber Kim Jong-un infrage stelle, behindere das den Dialog und den Fortschritt bei den Gesprächen. Es gebe Differenzen über das Ausmaß der atomaren Abrüstung Nordkoreas, sagte der Minister. Der Fokus dürfe nicht nur auf den Meinungsverschiedenheiten liegen.