© APA/AFP/JEFF KOWALSKY

Politik Ausland
11/08/2019

US-Präsidentschaftswahl: Bloomberg steigt ins Rennen ein

Der 77-Jährige soll noch diese Woche die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen.

Im März hatte Michael Bloomberg eine Kandidatur bei der amerikanischen Präsidentschaftswahl 2020 noch ausgeschlossen. "Ich glaube, ich würde Donald Trump schlagen." "Aber ich habe einen klaren Blick dafür, dass es schwierig ist, in einem solch großen Feld der Demokraten die Nominierung zu schaffen."

Nun soll sich der ehemalige New Yorker Bürgermeister auf einen Einstieg in das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur bei den amerikanischen Demokraten vorbereiten, berichten mehrere Medien. Demnach soll der 77-Jährige noch in dieser Woche voraussichtlich in mindestens einem amerikanischen Bundesstaat die Unterlagen für seine Kandidatur einreichen. Am wahrscheinlichsten gilt, dass er sich in Alabama registriere, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person am Donnerstag. Den Berichten zufolge entsandte Bloomberg Mitarbeiter nach Alabama, um dort vor Ablauf der Frist am Freitag Unterschriften zu sammeln, die für die Vorwahlen in dem Bundesstaat erforderlich sind. Das ist als erstes eindeutiges Zeichen zu werten, dass Bloomberg sich auf eine Kandidatur vorbereitet.

Seit Wochen habe er mit dem Gedanken gespielt, doch ins Rennen um den Einzug ins Weiße Haus einzusteigen, hieß es mit Verweis auf einen Berater.

Bloomberg ist einer der reichsten Männer der Vereinigten Staaten, gilt gleichzeitig als einer der größten Privatspender der USA. Er war sowohl Mitglied der Republikaner als auch der Demokratischen Partei und als Bürgermeister parteilos. Er gilt als gemäßigt, steht der Finanzwelt nahe und hat nie einen Hehl daraus gemacht, dass ihm die von den Präsidentschaftsanwärtern Bernie Sanders und Elizabeth Warren angekündigten Maßnahmen zu links sind. „Er denkt, dass Joe Biden schwach ist und Sanders und Warren nicht gewinnen können“, zitierte die New York Post aus dem Umfeld Bloombergs. Schon jetzt bewerben sich 17 Männer und Frauen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur.