Herzschlag erfasst: Neue CIA-Geheimwaffe ortete abgestürzten US-Soldaten im Iran
Es war ohne Zweifel einer der spektakulärsten Kommandoeinsätze der jüngeren Geschichte, mit dem US-Spezialkräfte am Wochenende einen abgestürzten Waffenoffizier (bekannt unter dem Rufnamen "Dude 44 Bravo") aus dem Iran gerettet haben. Schon die Schilderungen von US‑Präsident Donald Trump am Wochenende klangen wie die Dramaturgie eines Hollywoodfilms. Nun ist eine weitere, brisante Facette der Rettungsoperation bekannt geworden.
Berichten zufolge kam dabei nämlich erstmals eine neuartige, bislang streng geheime CIA-Technologie zum Einsatz. Konkret soll es sich um ein System mit dem Namen „Ghost Murmur“ handeln, wie die New York Post unter Berufung auf zwei Insider berichtet. Diese Technologie habe es letztlich ermöglicht, den Waffenoffizier zu orten, der im Südwesten des Iran abgeschossen worden war und sich in felsigem Gelände vor iranischen Streitkräften versteckte.
"Ghost Murmur'" soll der Zeitung zufolge Quantenmagnetometrie nutzen, "um den elektromagnetischen Fingerabdruck eines menschlichen Herzschlags zu erfassen" - selbst aus großer Entfernung. Die Signale sollen dann mithilfe von Künstlicher Intelligenz aus dem Hintergrundrauschen herausgefiltert werden können. "Es ist, als würde man eine Stimme in einem Stadion hören – nur dass das Stadion tausend Quadratmeilen Wüste groß ist", zitiert die Zeitung eine Quelle. „Unter den richtigen Bedingungen gilt: Wenn dein Herz schlägt, werden wir dich finden.“
Gute Bedingungen für den ersten Einsatz
Und diese Bedingungen seien in diesem Fall – dem ersten Einsatz in einem Ernstfall – nahezu perfekt gewesen. Der Offizier versteckte sich zwei Tage lang in einem abgelegenen, kargen Wüstengebiet vor der Festnahme durch iranische Truppen – mit nur geringen elektromagnetischen Störungen und "fast keinen konkurrierenden menschlichen Signaturen".
Normalerweise seien die entsprechenden Herzsignale so schwach, dass sie nur in klinischer Umgebung mit Sensoren messbar seien, die fast direkt auf der Brust anliegen. „Aber Fortschritte in einem Gebiet namens Quantenmagnetometrie – genauer gesagt Sensoren, die auf mikroskopischen Defekten in künstlich hergestellten Diamanten basieren – haben es offenbar möglich gemacht, diese Signale aus deutlich größeren Entfernungen zu erkennen.“ Als Nachteil der Funktion werden eine erhebliche Verarbeitungszeit genannt – und eben, dass es eine sehr störungsarme Umgebung dafür benötigt.
Entwickelt worden sein soll „Ghost Murmur“ von der geheimen Forschungsabteilung „Skunk Works“ des Luft- und Raumfahrtgiganten Lockheed Martin. Der Name sei einer der beiden Quellen nach bewusst gewählt: „‚Murmur‘ ist ein medizinischer Begriff für ein Herzgeräusch. ‚Ghost‘ bezieht sich auf jemanden, der praktisch verschwunden ist.“
Gewaltiger Rettungseinsatz
US-Präsident Donald Trump und CIA-Direktor John Ratcliffe deuteten auf einer Pressekonferenz zu dem Rettungseinsatz den Einsatz dieser neuen Technologie an. „Es ist wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen, diesen Piloten zu finden, und die CIA war unglaublich“, so Trump, der aber keine genaueren Angaben machte.
Der Aufwand, der für die Rettung des Waffenoffiziers betrieben wurde, war jedenfalls enorm. Laut dem US-Präsidenten waren mehr als 150 Flugzeuge an der Aktion beteiligt. Ein großer Teil davon sei für ein Täuschungsmanöver an verschiedenen Orten im Einsatz gewesen. Der verletzte Offizier selbst sei unterdessen stark blutend steile Felswände hinaufgeklettert. Während er seine Wunden versorgt habe, habe er Kontakt zu den US-Streitkräften aufgenommen. Der Pilot des am Freitag abgeschossenen Kampfjets war bereits zuvor gerettet worden.
Berichten zufolge befinden sich die beiden geretteten US-Soldaten derzeit in einer US-Militärklinik in Deutschland. Der Waffenoffizier und der Pilot seien laut Informationen der New York Times im Landstuhl Regional Medical Center in Rheinland-Pfalz. Sie werden auf einen medizinischen Rücktransport in die USA vorbereitet.
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