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US-Militär greift weitere Ziele im Iran an

Mit den Angriffen sollte der Iran in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren.
Explosions at an unknown location, following what U.S. Central Command (CENTCOM) said were strikes on Iran

Zusammenfassung

  • Das US-Militär griff erneut Dutzende Ziele im Iran an, um nach Angaben von Centcom Teherans Fähigkeit zur Attacke auf Schiffe in der Straße von Hormus einzuschränken.
  • Der Iran meldete einen getöteten Soldaten, berichtete von Explosionen im Süden des Landes und setzte nach eigenen Angaben ein weiteres Schiff außer Gefecht, während Revolutionsgarden US-Basen angriffen.
  • UNO-Generalsekretär António Guterres zeigte sich besorgt über die Eskalation und forderte die USA und den Iran auf, Verhandlungen umgehend wiederaufzunehmen.

Der Krieg zwischen den USA und dem Iran eskaliert erneut. Beide Seiten griffen einander am Wochenende mit Raketen und Drohnen an. 

Am Abend hat das US-Militär hat nach eigenen Angaben erneut Ziele im Iran angegriffen. Die Streitkräfte hätten um 23:00 Uhr MESZ damit begonnen, weitere Angriffe auf den Iran durchzuführen, teilte das zuständige US-Regionalkommando Centcom auf der Plattform X mit. 

Der Iran solle so in seiner Fähigkeit eingeschränkt werden, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu attackieren. Es ist bereits die vierte Angriffswelle, seit die Feindseligkeiten in der Nacht auf Mittwoch wieder aufflammten.

Es seien Dutzende Ziele an mehreren Standorten mit Präzisionsmunition getroffen worden, teilte Centcom mit. Die Straße von Hormus sei ein zentraler Schifffahrtskorridor für den Welthandel und der Iran kontrolliere diesen nicht. Die US-Kräfte seien vorbereitet, um die freie Schifffahrt zu gewährleisten.

Es seien Dutzende Ziele an mehreren Standorten mit Präzisionsmunition getroffen worden, teilte Centcom mit. Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Raketenstellungen und Drohnenstandorte sowie kleinere Boote seien zerstört worden, um dem Iran weitere Attacken auf die Straße von Hormus zu erschweren. Die US-Armee betonte, dass der Iran diesen für den Welthandel zentralen Korridor nicht kontrolliere. Die US-Kräfte seien vorbereitet, um die freie Schifffahrt zu gewährleisten.

Das iranische Staatsfernsehen berichtete unterdessen von mehreren Explosionen in der Nähe der Stadt Sirik sowie westlich von Bandar Abbas. US-Medien hatten zuvor bereits von US-Angriffen auf Ziele im Iran berichtet. Die Attacken hätten sich gegen Raketenstellungen und Anlagen zur Luftabwehr gerichtet, berichteten das Wall Street Journal und die New York Times unter Berufung auf US-Regierungsbeamte. Zudem seien Boote der Iranischen Revolutionsgarden angegriffen worden.

Iran greift in Jordanien, Kuwait und Bahrain an

Die iranischen Revolutionsgarden haben nach Angaben von Staatsmedien US-Militärziele und -stützpunkte in Jordanien, Kuwait und Bahrain angegriffen. Die staatliche Nachrichtenagentur Irna zitierte am Montag mehrere Erklärungen der Revolutionsgarden, wonach die Revolutionsgarden einen Luftwaffenstützpunkt in Jordanien, ein US-Drohnenkommandozentrum in Bahrain und Stützpunkte in Kuwait angegriffen hätten.

Guterres besorgt

UNO-Generalsekretär António Guterres teilte auf der Plattform X mit, er sei zutiefst besorgt über die „erhebliche Eskalation“. Eine Rückkehr zu umfassenden Kampfhandlungen hätte katastrophale Folgen für die Sicherheit der Region und die Weltwirtschaft. „Ich rufe den Iran und die USA nachdrücklich auf, die Verhandlungen unverzüglich wieder aufzunehmen und offene Fragen auf diplomatischem Wege zu lösen.“

US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Tagen das Ende der Waffenruhe erklärt, weil sich der Iran nicht an die Zusagen halte. Der Iran räumte einen Warnschuss auf ein Schiff ein, das auf einer nicht von Teheran genehmigten Route gefahren sei. Am Sonntag erklärte das Militär, ein zweites Schiff außer Gefecht gesetzt zu haben. Die iranischen Revolutionsgarden flogen zudem Angriffe auf US-Militärbasen in den Golfstaaten und Jordanien.

Vorwurf des Vertragsbruches

Der Iran warf den USA nach der bereits dritten Angriffswelle diese Woche Vertragsbruch vor. „Die Zeit der einseitigen Abmachungen ist VORBEI. Wir haben es euch gesagt: Haltet euer Wort oder zahlt den Preis“, schrieb der iranische Parlamentspräsident und Verhandlungsführer Mohammad Baqer Qalibaf auf X. Auch das iranische Militär warf US-Präsident Trump vor, Zusagen nicht einzuhalten. „Die Amerikaner versuchen, südlich der Straße von Hormus eine regelwidrige Route durchzusetzen, die der mit der Islamischen Republik Iran unterzeichneten Vereinbarung widerspricht“, sagte Militärsprecher Amir Akraminia laut der iranischen Nachrichtenagentur Tasnim.

Gemäß dem Rahmenabkommen liege die Verantwortung beim Iran, sagte Akraminia weiter. Teheran bemühe sich gemeinsam mit dem Golfstaat Oman, „eine gemeinsame Verständigung und gemeinsame Regelungen in der Region durchzusetzen“.

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