"Überreagiert": US-Finanzminister kritisiert Prognosen des IWF
Zusammenfassung
- US-Finanzminister Bessent kritisiert die gesenkten Wachstumsprognosen und erhöhten Inflationserwartungen von IWF und Weltbank wegen des Nahost-Kriegs.
- Er lobt die Rückbesinnung der Institutionen auf makroökonomische Stabilität und Entwicklung statt Klimathemen.
- Als positive Beispiele nennt Bessent die Aufhebung des Kernkraftverbots durch die Weltbank und die enge Zusammenarbeit des IWF mit den USA bei Argentinien und Venezuela.
US-Finanzminister Scott Bessent hat die gesenkte globale Wachstumsprognose und die höheren Inflationserwartungen des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank infolge des Nahost-Kriegs kritisiert. Die Institutionen hätten vermutlich überreagiert, sagte Bessent am Dienstag. Der IWF hatte seine Wachstumsaussichten wegen der kriegsbedingten Energiepreissprünge nach unten korrigiert.
Ohne den Konflikt hätte der Fonds seine Prognose um 0,1 Prozentpunkte auf 3,4 Prozent angehoben. Jetzt geht der IWF von einem globalen Wachstum von 3,1 Prozent aus.
Bessent zufrieden mit Ausrichtung von IWF und Weltbank
Trotz seiner Kritik an den Prognosen lobte der Minister die grundsätzliche Ausrichtung von IWF und Weltbank. Die Führungsspitzen seien seiner Forderung gefolgt, sich wieder auf ihre Kernaufgaben wie makroökonomische Stabilität und Entwicklung zu konzentrieren und sich von Themen wie dem Klimawandel abzuwenden. Beide Institutionen seien nun klarer auf die Prioritäten und Interessen der USA ausgerichtet, erklärte Bessent. Als positive Beispiele nannte er die Entscheidung der Weltbank, das Verbot von Kernkraftprojekten aufzuheben, sowie die enge Zusammenarbeit des IWF mit dem US-Finanzministerium in den Fällen Argentinien und Venezuela.
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