Politik | Ausland
31.07.2018

US-Bericht: Nordkorea scheint Interkontinentalraketen zu bauen

Trotz Gipfeltreffen Trump-Kim gibt es Anzeichen, das Pjöngjang an Atomprogramm festhält.

Nordkorea baut einem Bericht der "Washington Post" vom Montag zufolge möglicherweise eine oder zwei Interkontinentalraketen. US-Geheimdienste hätten Anzeichen für den Bau beim Forschungszentrum Sanumdong in einem Außenbezirk der Hauptstadt Pjöngjang gesehen, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Regierungsinsider mit Kenntnis von Geheimdienstberichten.

In der Fabrik wurden bereits die ersten Interkontinentalraketen des Landes gebaut, die auch die USA erreichen könnten. Trotz des Gipfeltreffens von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un gibt es Anzeichen dafür, dass Nordkorea an seinem Atom- und Raketenprogramm festhält.

US-Außenminister Pompeo: Fortschritte

Vergangene Woche sagte US-Außenminister Mike Pompeo dem Außenausschuss des US-Senats, dass das Land weiterhin Treibstoff für Atombomben produziere, obwohl es eine Denuklearisierung zugesagt habe. Dennoch seien Fortschritte in den Gesprächen der US-Regierung mit der Führung in Pjöngjang zu erkennen. Bei dem Gipfel im Juni hatte Kim zugesagt, an einer Denuklearisierung zu arbeiten, aber keine Details genannt.

Süden und Norden führen neue Gespräche

Hohe Offiziere Süd- und Nordkoreas haben indes neue Gespräche über Schritte zur militärischen Entspannung auf der koreanischen Halbinsel aufgenommen. Bei dem Treffen am Dienstag im Grenzort Panmunjom ging es um die Umsetzung der Vereinbarungen, die beide Staaten bei ihrem Gipfeltreffen Ende April getroffen hatten.

Südkoreas Präsident Moon Jae-in und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un hatten sich in einer Erklärung unter anderem auf eine stufenweise militärische Abrüstung verständigt. Es wurde erwartet, dass beide Seiten bei den Gesprächen auf Generalsebene auch über Maßnahmen zur Entmilitarisierung von Panmunjom sowie zur Schaffung einer Friedenszone an ihrer umstrittenen Seegrenze im Gelben Meer reden. Bei Militärgesprächen im Juni hatten sich Süd-und Nordkorea darauf geeinigt, ihre militärischen Kommunikationsleitungen wiederherzustellen.