Text für Friedensabkom­men zu Libyen steht

Bernardino Leon
Foto: AP/Abdeljalil Bounhar Bernardino Leòn erklärt vor Medienvertreter, dass ein Friedensabkommen steht. Die Konfliktparteien in Libyen müssten nur noch zustimmen.

Sie hätten ihre Arbeit beendet, erklärte UNO-Vermittler León. Zustimmung der Parteien sei noch ausständig.

Nach langen Diskussionen haben sich Vertreter der libyschen Konfliktparteien nach Angaben des UNO-Vermittlers Bernardino León auf einen Text für ein Friedensabkommen geeinigt. Léon erklärte am späten Montagabend nach Gesprächen im marokkanischen Skhirat, jetzt müssten die Fraktionen in Libyen selbst dem Text noch zustimmen.

Léon betonte: "Wir haben unsere Arbeit beendet." Es liege ein abschließender Text vor. Er hoffe, dass es in Kürze zu Gesprächen über die Bildung einer Regierung der Nationale Einheit kommen werde.

Vier Jahre nach dem Sturz des Machthabers Muammar al-Gaddafi kämpfen in Libyen schwer bewaffnete Milizen um die Macht. Es gibt in dem ölreichen Land zwei Regierungen und zwei Parlamente in Tobruk und in Tripolis. Terrorgruppen nutzen das Machtvakuum aus. Fristen für Friedenslösungen sind bereits mehrfach verstrichen. Die Vereinten Nationen streben neben einer Einheitsregierung auch die Entwaffnung der Milizen an.

(apa/dpa / jk) Erstellt am
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