Politik | Ausland
20.06.2017

Und Äktschn! Arnies Klima-Kampf in Wien

Gastgeber Schwarzenegger will mit seiner Klimaschutz-Initiative "less talk, more action!" forcieren.

Wenn Arnold Schwarzenegger ruft, kommen sie alle: Am Dienstag fand der erste R20 Austrian World Summit in der Wiener Hofburg statt, ein Klimagipfel, der sich vor allem den unterschiedlichen Lösungen im Kampf gegen den Klimawandel widmet.

Schwarzeneggers Initiative R20 will weltweit Regionen einbinden, um frei nach dem Motto des weltweit gefeierten Österreichers "Less talk, more action" (Nicht reden, sondern handeln) konkrete Unternehmungen vor den Vorhang holen will, die einen sinnvollen Beitrag leisten. Das geht von LED-Beleuchtung über Müllvermeidung bis zur Produktion von Energie aus Erneuerbaren Energiequellen.

Bundeskanzler Christian Kern versprach, Österreichs Anstrengungen für echte Klimapolitik zu verstärken. Begrüßt wurde der Kanzler vor der Hofburg von Demonstranten aus dem Biogas-Sektor, die mit den geltenden Förderungen nicht mehr kompetitiv sein können. Kern kritisierte die geltende Gesetzgebung, die Erneuerbare Energien nicht effektiv, sondern nur die Lobbys, speziell die Agrarlobbys, fördern würden und die Steuerzahler 900 Millionen Euro kosten. Der Kanzler kündigte an, dass bis 2030 rund 40 Milliarden Euro deutlich sinnvoller eingesetzt und dabei vier Mal so viel Ökostrom produziert werden kann – und dabei auch noch 40.000 Jobs geschaffen werden könnten.

Schwarzenegger ließ in seiner Rede keinen Zweifel, was er von der Politik Donald Trumps, der weltweit für einen Aufschrei durch die Aufkündigung des Pariser Klimavertrags gesorgt hatte, hält: "Ein Mann kann die Entwicklung nicht aufhalten. Washington ist nicht Amerika, und schon gar nicht das amerikanische Volk. Amerika hat den Paris-Vertrag nicht aufgekündigt, sondern nur Trump. Die Menschen haben sich längst entschieden – für die Zukunft."