U.S. President Donald Trump holds his first re-election campaign rally in several months in Tulsa, Oklahoma

© REUTERS / LEAH MILLIS

Politik Ausland
06/21/2020

Umstrittener Trump-Auftritt: Viele Plätze in Arena leer

Im Vorfeld gab es Kritik an mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in Tulsa. Trump-Team gab "radikalen Demonstranten" die Schuld.

Beim ersten Wahlkampf-Auftritt von US-Präsident Donald Trump nach dreieinhalbmonatiger Coronavirus-Pause sind deutlich weniger Anhänger erschienen als erwartet. Zwar kamen am Samstagabend (Ortszeit) tausende Anhänger in die Veranstaltungshalle in Tulsa im Bundesstaat Oklahoma; gefüllt war die Arena mit Platz für rund 20.000 Teilnehmer aber nicht. Viele Sitze blieben leer.

Ein Auftritt Trumps vor dem BOK Center, wo sich jene Anhänger versammeln sollten, die in der Halle keinen Platz mehr finden, wurde abgesagt. Der Platz, auf dem eine Großleinwand und eine Bühne aufgebaut waren, war so gut wie leer.

Trumps Wahlkampfteam musste einräumen, dass weniger Teilnehmer erschienen als erwartet. Wahlkampfsprecher Tim Murtaugh machte "radikale Demonstranten" und die Medien verantwortlich: Sie hätten versucht, den Anhängern des Präsidenten "Angst zu machen".

"Krieger" und "Schlägertypen"

Trump begrüßte seine Anhänger zu Beginn seiner Rede als "Krieger". Gegendemonstranten, die sich nahe der Veranstaltungshalle versammelt hatten, bezeichnete der Präsident als "Schlägertypen".

Der Auftritt Trumps ist aus mehreren Gründen umstritten: Die Gesundheitsbehörden befürchten eine Vielzahl neuer Coronavirus-Infektionen, wenn tausende Menschen in einer Halle zusammenkommen. Zudem wurde im Vorfeld bekannt, dass sechs Mitglieder des Trump-Teams positiv getestet wurden.

Tulsa war zudem vor knapp 100 Jahren der Ort eines der schlimmsten Massaker an Schwarzen in der jüngeren US-Geschichte. Ein weißer Mob tötete dort im Jahr 1921 Schätzungen zufolge bis zu 300 Afroamerikaner.

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