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Ukraine weist Vorwürfe zu Angriff bei AKW Saporischschja zurück

Der Chefingenieur des AKW kam dabei ums Leben.
Das Kernkraftwerk Saporischschja wurde von russischem Beschuss getroffen.

Das ukrainische Außenministerium weist russische Vorwürfe im Zusammenhang mit einem Angriff zurück, bei dem der Chefingenieur des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja getötet wurde. „Es wird keine unabhängige Bestätigung der russischen Version oder ein Beweis für die Beteiligung der Ukraine vorgelegt“, teilte das Ministerium auf Telegram mit. Informationen der russischen Besatzungsbehörden könnten nicht als zuverlässig angesehen werden.

Russland versuche, mit den Anschuldigungen die internationale Gemeinschaft mit der Drohung eines nuklearen Zwischenfalls einzuschüchtern, hieß es. Moskau hatte der Ukraine vorgeworfen, den Chefingenieur durch einen zielgerichteten Drohnenangriff getötet zu haben. Auch der Fahrer des Dienstwagens sei getötet worden.

Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, verlangte allen voran von der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), den Vorfall zu verurteilen - was IAEA-Chef Rafael Grossi wenig später dann auch tat. Er sprach von einem „inakzeptablen“ Vorfall, der die nukleare Sicherheit gefährde. Alle Angriffe auf oder nahe Atomanlagen und deren Personal müssten eingestellt werden, forderte er auf X.

AKW seit 2022 besetzt

Das russisch besetzte AKW Saporischschja bekommt besondere Aufmerksamkeit im Krieg. Es ist mit sechs Reaktoren und einer Nennleistung von 6.000 Megawatt das größte Atomkraftwerk Europas. Es steht seit der Eroberung durch russische Truppen im März 2022 unter deren Kontrolle. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Reaktoren heruntergefahren.

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