Russische Raketenangriffe auf Kiew: Mindestens 15 Tote
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und ihre Umgebung in der Nacht erneut mit Raketen angegriffen. Dabei wurden nach Angaben der Behörden mindestens 15 Menschen getötet und 27 weitere verletzt. Zudem seien mehrere Lagerhäuser in der Region um Kiew bei dem Luftangriff in der Nacht beschädigt worden, teilte der Rettungsdienst auf Telegram mit. Die Ukraine griff unterdessen neuerlich ein Logistikzentrum des russischen Online-Händlers Wildberries an.
Das russische Verteidigungsministerium in Moskau sprach von einem Massenangriff mit Präzisionswaffen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe. Die russischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben des Verteidigungsministeriums auch in der Nähe der ukrainischen Hafenstadt Odessa drei Frachtschiffe beschädigt.
Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kiew mit ballistischen Raketen beschossen. Dabei wurden mindestens 9 Menschen getötet und mehr als 30 verletzt. Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um ballistische Raketen abzuwehren.
Angriffe der Ukraine mit Drohnen
In der russischen Region Tula geriet nach Angaben des Gouverneurs bei einem ukrainischen Drohnenangriff ein Logistikzentrum in Brand. Ein Mensch sei verletzt worden, teilte Dmitri Miljajew auf Telegram mit. Der russische Marktführer Wildberries bestätigte den Angriff auf Telegram. Die Beschäftigten seien in Sicherheit gebracht worden, die Lieferströme würden umgeleitet.
Die ukrainischen Streitkräfte haben seit Mitte Juli mehr als ein Dutzend Anlagen von Wildberries mit Drohnen angegriffen und zum Teil erheblich beschädigt. Miljajew zufolge wurden zudem zwei Industrieanlagen in der Stadt Nowomoskowsk und im Gebiet Uslowaja sowie zwei Wohnhäuser in einem anderen Teil der Region Tula beschädigt.
Krieg dauert bereits viereinhalb Jahre
Die Ukraine verteidigt sich seit viereinhalb Jahren gegen einen russischen Angriffskrieg. Immer wieder kommt auch die Hauptstadt unter Beschuss. Erst in der Nacht zum Samstag hatte Russland Kiew mit heftigen Angriffen mit ballistischen Raketen überzogen. Dabei wurden mindestens neun Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt.
Die Ukraine hat nach eigenen Angaben nicht mehr genug Abfangraketen, um Russlands Angriffe mit ballistischen Raketen erfolgreich abzuwehren.
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