Politik | Ausland
28.10.2018

Türkei bombardierte in Syrien US-unterstützte Kurdenmiliz

Kurdische Volksverteidigungseinheiten wurden am Ostufer des Euphrat angegriffen.

Die türkische Armee hat am Sonntag im Norden Syriens Stellungen der von den USA unterstützten kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG bombardiert. Die Gefechte fanden am Ostufer des Euphrat in der Region Kobane statt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu.

Demnach wurden "Unterstände" der Kurdenmiliz bombardiert. Die Bombardements sollten "terroristischen Aktivitäten" vorbeugen, hieß es. Die Türkei betrachtet die YPG als den syrischen Ableger der von ihr bekämpften Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), während die USA die Miliz im Kampf gegen die Jihadisten in Syrien unterstützen. Das türkische Militär führte bereits eine Offensive gegen die kurdischen Volksverteidigungseinheiten in der Region Afrin durch und kündigte wiederholt an, die YPG auch östlich des Euphrats anzugreifen.