Politik | Ausland
30.11.2017

Verwirrung um mögliche Entlassung von US-Außenminister Tillerson

Medien hatten über einen Wechsel spekuliert, nun stellt das Weiße Haus klar, dass Tillerson Außenminister bleibt.

Das Weiße Haus hat am Donnerstag bekannt gegeben, dass Rex Tillerson entgegen Berichten über seinen bevorstehenden Abschied US-Außenminister bleibe. Derzeit gebe es keine Änderungen.

"Wie der Präsident gerade sagte, ' Rex ist da'. Es gibt keine aktuell personellen Ankündigungen. Tillerson leitet weiter das Außenministerium und das gesamte Kabinett ist darauf fokussiert, dieses unglaublich erfolgreiche erste Jahr der Administration von Präsident Trump zu komplettieren", erklärte die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders in einem Statement.

Die New York Times am Donnerstag unter Berufung auf hochrangige Regierungsvertreter berichtet, dass US-Außenminister Rex Tillerson abgelöst werden und in den kommenden Wochen durch CIA-Direktor Mike Pompeo ersetzt werden solle.

US-Präsident Donald Trump hatte erst vor wenigen Wochen gesagt, dass er sich nicht sicher sei, ob er seinen Außenminister Rex Tillerson für die gesamte Amtszeit auf dem Posten lassen wird. Er sei nicht glücklich darüber, dass einige im Außenministerium seine Politik nicht unterstützten, beklagte sich Trump am Donnerstagabend in einem Interview des Senders Fox News.

Spannungen zwischen Trump und Tillerson

"Derjenige, auf den es ankommt, bin ich", betonte der Präsident. "Ich bin der einzige, auf den es ankommt, denn am Ende bestimme ich die Politik." Auf die Frage, ob er Tillerson bis zum Ende der Amtszeit auf seinem Posten lassen werde, antwortete er: "Wir werden sehen. Ich weiß es nicht."

Die Spannungen zwischen Trump und dem früheren Ölmanager Tillerson waren im Oktober erneut offenbar geworden. Damals tauchten Berichte auf, wonach Tillerson den Präsidenten als Idioten beschimpft und im Sommer den Rücktritt erwogen habe. Die beiden Politiker vertreten bei zahlreichen außenpolitischen Themen völlig unterschiedliche Positionen, unter anderem im Atomkonflikt in Nordkorea. Dieser dürfte auch bei der anstehenden elftägigen Asienreise Trumps eine wichtige Rolle spielen, auf der ihn Tillerson begleitet.