Politik | Ausland
08.02.2017

Trump lobt die Türkei: "Strategischer NATO-Verbündeter"

Der US-Präsident telefonierte mit Erdogan und besprach den Kampf gegen den Terror. Die iranischen Revolutionsgarden könnten von den USA als Terrorgruppe eingestuft werden.

US-Präsident Donald Trump hat der Türkei eine enge politische Zusammenarbeit angeboten. Das Land sei ein strategischer Partner und NATO-Verbündeter, der auf die Unterstützung durch die USA zählen könne, erklärte Trump nach Angaben des US-Präsidialamts am Montag in einem Telefonat mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Die Politiker hätten zudem den gemeinsamen Kampf gegen "den Terrorismus in allen seinen Formen" besprochen. Trump habe dabei ausdrücklich den Beitrag der Türkei im Kampf gegen die Islamisten-Miliz IS gewürdigt.

Revolutionsgarden eine Terrorgruppe?

Die US-Regierung erwägt, die iranischen Revolutionsgarden als Terrorgruppe einzustufen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters von mit der Angelegenheit vertrauten Personen erfuhr, könne es dazu möglicherweise eine Verfügung durch US-Präsident Donald Trump geben. Ob es dazu kommt, sei aber noch nicht entschieden.

Die Revolutionsgarden sind der einflussreichste Teil der iranischen Sicherheitskräfte. Sie haben auch die Kontrolle über Teile der iranischen Wirtschaft und verfügen über erheblichen politischen Einfluss.

Das Verhältnis zwischen dem Iran und den USA hatte sich mit dem Amtsantritt von Trump erheblich verschlechtert. Die Spannungen waren durch den Test einer Mittelstreckenrakete durch die Islamische Republik entstanden. Trump warf daraufhin der Führung in Teheran, die dem engen US-Verbündeten Israel mehrfach mit Vernichtung gedroht hatte, ein "Spiel mit dem Feuer" vor. Der Iran ist auch eines der sieben islamisch geprägten Länder, dessen Bürgern nach einer Verfügung Trumps vorübergehend die Einreise in die USA verweigert wurde. Diese Anordnung ist momentan durch einen Richterspruch ausgesetzt.