Politik | Ausland
23.05.2017

Reaktionen: Trump nennt Terroristen "bösartige Verlierer"

Aus Paris, Berlin und Moskau kommen Solidaritätsbekundungen nach dem Anschlag in Manchester.

In Großbritannien haben die Konservativen und die Labour-Party beschlossen, den Wahlkampf für die Wahlen am 8. Juni vorerst auszusetzen. Premierministerin Theresa May hat den Betroffenen des Anschlags in der Manchester Arena ihr Mitgefühl ausgedrückt. Die Fahnen in der Downing Street wehen auf halbmast.

Die britische Innenministerin Amber Rudd hat den Anschlag als "gezielten Angriff" bezeichnet. Die Explosion bei dem Konzert der US-Sängerin Ariana Grande sei ein "barbarischer Angriff, der absichtlich abzielt auf einige er Verwundbarsten in unserer Gesellschaft - junge Menschen und Kinder bei einem Popkonzert", sagte Rudd.

"Es ist unbegreiflich"

Die Bürgermeister von Paris und Nizza, die in den vergangenen Jahren Tatort schwerer Terroranschläge waren, haben nach der Explosion in Manchester ihr Mitgefühl ausgedrückt. "Heute steht Paris an der Seite Manchesters", schrieb die Bürgermeisterin der französischen Hauptstadt, Anne Hidalgo, auf Twitter. "Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien."

Der Rathauschef von Nizza, Christian Estrosi, erklärte in der Nacht auf Dienstag: "Solidarität mit den Einwohnern von #Manchester."

US-Präsident Donald Trump hat den Anschlag von Manchester auf das Schärfste verurteilt. Seine Gedanken seien bei den Getöteten und Verletzten, sagte Trump am Dienstag in Bethlehem. "Wir stehen in vollkommener Solidarität an der Seite Großbritanniens."

"So viele junge Menschen sind von bösartigen Verlierern ermordet worden", sagte Trump. "Ich werde sie nicht "Monster" nennen, denn das würden sie mögen, diesen Namen würden sie mögen. Ich werde sie von jetzt an "Verlierer" nennen, denn das ist es, was sie sind."

"Mit Trauer und Entsetzen verfolge ich die Berichte aus Manchester", erklärte die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel. "Es ist unbegreiflich, dass jemand ein fröhliches Popkonzert ausnutzt, um so vielen Menschen den Tod zu bringen oder ihnen schwere Verletzungen zuzufügen".

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat "mit Entsetzen und Bestürzung" reagiert. "Er spricht dem britischen Volk das volle Mitgefühl und die Fürsorge Frankreichs aus, das in der Trauer an seiner Seite steht, mit einem besonderen Gedanken für die Opfer und ihre Familien", teilte der Elyseepalast in Paris mit.

Kremlchef Wladimir Putin hat die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit Großbritannien im Kampf gegen den Terror betont. "Wir verurteilen dieses zynische, unmenschliche Verbrechen scharf", hieß es in einem Schreiben an die britische Premierministerin Theresa May dem Kreml zufolge. "Wir rechnen damit, dass die Drahtzieher einer angemessenen Strafe nicht entkommen werden."

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker hat "mit großer Trauer und tiefem Schock" auf den "brutalen Anschlag" reagiert. "Es bricht mir das Herz, wenn ich daran denke, dass einmal mehr der Terrorismus die Furcht dorthin gebracht hat, wo Freude herrschen sollte und Spaltung sät, wo junge Menschen und Familien zum Feiern zusammenkommen".

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat den tödlichen Anschlag scharf verurteilt. "Der Terror ist eine weltweite Bedrohung und die aufgeklärten Staaten müssen ihn gemeinsam besiegen", sagte der Regierungschef. "Ich spreche den Familien der Ermordeten mein Beileid aus und wünsche den Verletzten eine rasche Genesung."

Reaktionen aus Österreich

Auch Bundespräsident Alexander Van der Bellen zeigte sich erschüttert. "Entsetzliche Nachrichten aus Manchester", schrieb der Präsident am Dienstag auf Twitter. "Mein Mitgefühl ist bei den Opfern, ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden."

Nationalratspräsidentin Doris Bures äußerte sich "erschüttert über schrecklichen mutmaß. Anschlag in #Manchester". Ihre Gedanken seien "bei allen, die davon betroffen sind".

Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ) postete auf Facebook: "Die Nachrichten aus Manchester sind furchtbar und erschütternd. Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Familien."

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) meldete sich auf Twitter zu Wort: "Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer."