Afghanische Sicherheitskräfte beim Häuserkampf in Kunduz.

© APA/AFP/BASHIR KHAN SAFI

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10/12/2016

Taliban aus Kunduz vertrieben

In der für die Taliban strategisch wichtigen südafghanischen Provinz Helmand verschärft sich die Sicherheitslage jedoch.

Zehn Tage nach dem Überfall der radikalislamischen Taliban auf die nordafghanische Provinzhauptstadt Kunduz ist die Stadt nach offiziellen Angaben nun wieder frei von Taliban. Sie hätten sich seit dem Vortag aus den letzten umkämpften Vierteln zurückgezogen, sagte Provinzratsmitglied Amruddin Wali am Mittwoch.

Einige Gegenden hätten sie kampflos verlassen. Das Leben normalisiere sich langsam, Geschäfte öffneten wieder. Sicherheitsexperten meinen, es könnte sich um einen taktischen Rückzug handeln, um Verstärkung für die Kämpfe der Islamisten in anderen Landesteilen bereitzustellen.

Verschärfte Sicherheitslage in Helmand

Seit Tagen verschärft sich die Sicherheitslage in der Hauptstadt der südafghanischen Provinz Helmand, Lashkargar. In der Nacht und in der Früh habe es Kämpfe im zweiten und dritten Bezirk gegeben, sagte ein Senator aus Helmand, Hashim Alokosai. Viele Menschen seien aus der Stadt geflüchtet. Nach unterschiedlichen Angaben haben sich am Montag 80 bis 150 Soldaten und Polizisten den Taliban ergeben.

Helmand ist eine wichtige Provinz für die Taliban. Sie ist das Herz der milliardenschweren Opiumindustrie, aus der die Extremisten einen Teil ihrer Einkünfte beziehen, und traditionell eine Talibanhochburg. Sie kontrollieren weite Teile der Provinz.

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