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Spionage-Alarm in Schweden: Geheimdienst stoppt russische Operation

Der schwedische Inlandsgeheimdienst Sapo hat nach eigenen Angaben eine russische Spionageoperation gestoppt. Ziel der Aktion war es, politische Entscheidungen zu beeinflussen.
SWEDEN-GOVERNMENT-SECURITY

Der schwedische Inlandsgeheimdienst Säpo hat nach eigenen Angaben eine russische Spionageoperation gestoppt. Diese habe das Ziel gehabt, politische Entscheidungen zu beeinflussen und das Land sowie seine EU- und NATO-Verbündeten zu diskreditieren, teilte die Behörde mit. 

Gesteuert worden sei die Aktion vom russischen Auslandsgeheimdienst SWR unter Beteiligung von drei Personen, die im Schutz der diplomatischen Immunität agiert hätten.

Die Verdächtigen befänden sich nicht mehr in Schweden, sagte ein Sapo-Sprecher der Nachrichtenagentur Reuters. Die russische Botschaft in Stockholm äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

Die Informationsbeschaffung konzentrierte sich nach Säpo-Angaben insbesondere „auf Informationen zu Schwedens politischen Positionen und dessen Aktivitäten im Kontext der NATO und der EU“, wie es hieß. Auch die schwedische Unterstützung der von Russland angegriffenen Ukraine sowie die militärischen Fähigkeiten des Landes seien von Interesse. Säpo habe Maßnahmen ergriffen, um „wichtige schwedische Interessen zu schützen und weiteren Einflussversuchen entgegenzuwirken“.

Säpo sammelte über einen längeren Zeitraum Informationen über die Operation, wie es weiter hieß. Zwei russische Geheimdienstoffiziere hätten demnach auch einen Agenten einer ausländischen diplomatischen Vertretung in Schweden rekrutiert.

Dass Russland auch in Schweden offensiv vorgehe, sei bekannt, sagte Justizminister Gunnar Strömmer der Nachrichtenagentur TT zufolge. Ein Zusammenhang mit den anstehenden Wahlen im Herbst gebe es nach aktuellen Informationen nicht, die Operation sei Teil eines größeren Musters.

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