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Politik Ausland
02/25/2020

Laschet und Merz kämpfen um CDU-Chefposten, Röttgen mischt mit

Armin Laschet, Friedrich Merz und Norbert Röttgen liefern sich den Kampf um die Nachfolge als CDU-Chef.

Bewegung im Rennen um die Nachfolge von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer: Auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet kandidiert für den Posten. „Wir können und müssen unsere Partei und unser Land wieder zusammenführen“, sagte er am Dienstagvormittag und teilte einen Seitenhieb gegen Friedrich Merz aus: „Und dafür will ich kandidieren als Vorsitzender der CDU Deutschlands.

Ich bedauere, dass nicht alle Kandidaten sich diesem Teamgedanken anschließen konnten.“ Ursprünglich hatte es Gerüchte gegeben, wonach Laschet, Spahn und Merz gemeinsam antreten könnten.

Der deutsche Gesundheitsminister Jens Spahn wird Laschet als Vize unterstützen.

Am Vormittag erklärte auch der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz seine Kandidatur. "Ich spiele auf Sieg, nicht auf Platz", verkündete er und konnte sich ebenfalls einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Wir haben ab heute die Alternative zwischen Kontinuität und Aufbruch und Erneuerung“, sagt er unter Verweis auf seinen Konkurrenten Armin Laschet.

Zuvor hatte bereits vergangene Woche CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen seine Kandidatur bekanntgegeben. Am Dienstag vermeldete er via Twitter, dass er gemeinsam mit einer Frau antreten werde.

Gewählt wird die neue Parteispitze auf einem Sonderparteitag am 25. April in Berlin.

Mit den Bewerbungen steht fest, dass die CDU erneut in einer Kampfkandidatur über ihren künftigen Parteivorsitz entscheiden wird. Eine einvernehmliche „Teamlösung“ mit vorherigen Absprachen ist vom Tisch.

Röttgen begrüßte die Entwicklung: „Mein Eindruck war, es soll irgendwie gesprochen werden hinter verschlossenen Türen - und auf einmal regeln sich alle Fragen“, sagte der frühere Bundesumweltminister, der seine Kandidatur vor einer Woche als Erster angekündigt hatte, am Montagabend im ZDF. „Ich glaube, dass das dem Ernst der Lage nicht gerecht geworden wäre. Es wird ja jetzt auch anders sein.“

Merz bekräftigte bei einem Auftritt in Mecklenburg-Vorpommern, er wolle „einen Beitrag leisten“, die Herausforderungen der nächsten Jahre zu meistern. Die Hamburger Wahl, bei der die CDU auf ein Rekordtief von 11,2 Prozent abgestürzt war, sei ein „Desaster“ für die CDU, sagte er am Montagabend bei einer CDU-Veranstaltung in Ueckermünde. Die Analyse zeige, dass die Grünen wahrscheinlich der Hauptgegner der CDU bei den nächsten Bundestagswahlen seien. „Und da freu ich mich schon drauf.“

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