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"Wiedergeburt der V4": Fico posiert mit Tusk und Babiš

Unter Victor Orbán war die Zusammenarbeit innerhalb der Visegrad-Staaten praktisch zum Erliegen gekommen.
Ein Mann mit kurzem Haar und ernstem Gesichtsausdruck trägt ein kariertes Sakko und ein helles Hemd.

Zusammenfassung

  • Fico postet Foto mit Tusk und Babiš und spricht von 'drei Musketieren', die auf den vierten Visegrad-Partner warten.
  • Unter Orbán war die Zusammenarbeit der Visegrad-Gruppe wegen seiner pro-russischen Haltung ins Stocken geraten.
  • Fico übernimmt den Vorsitz der V4, Tusk schlägt Selenskij als Gast vor, Slowakei unterstützt EU-Beitritt der Ukraine.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico verspürt angesichts des bevorstehenden Abschieds seines ungarischen Amtskollegen Viktor Orbán offenbar keinen Trennungsschmerz. "Drei Musketiere warten auf den vierten und die Wiedergeburt der V4", schrieb Fico am Montag auf X unter ein gemeinsames Foto mit seinen Amtskollegen aus Tschechien (Andrej Babiš) und Polen (Donald Tusk) vom Europagipfel in Jerewan mit Blick auf Orbáns designierten Nachfolger Péter Magyar.

Im Windschatten Orbáns

Unter Orbán war die Zusammenarbeit innerhalb der V4 genannten Visegrad-Gruppe praktisch zum Erliegen gekommen, was an der pro-russischen Haltung des ungarischen Premiers lag. Fico und Babiš agierten bei EU-Abstimmungen über Russland-Sanktionen und die Ukraine oft im Windschatten Orbáns.

Fico übernimmt am 1. Juli für ein Jahr den Vorsitz in der Visegrad-Gruppe. Tusk sagte, dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij als Gast zum nächsten Gipfel der vier Staaten geladen werden könnte. Selenskij traf in Jerewan mit dem slowakischen Ministerpräsidenten zusammen. "Wir haben über gegenseitige Besuche in Kiew und Bratislava gesprochen und unsere Teams werden die Termine akkordieren", sagte Selenskij anschließend. Auch eine gemeinsame Regierungssitzung sei geplant, meldete die Nachrichtenagentur Ukrinform. Laut Selenskij  unterstützt die Slowakei auch den EU-Beitritt der Ukraine. "Dafür bin ich dankbar", sagte er.

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