Politik | Ausland
13.06.2017

Sessions: Vorwurf der Absprachen mit Russland eine Lüge

Justizminister sagt vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats aus und kann sich an keine Treffen mit russischen Politikern erinnern.

"Es sagt nichts aus, wenn ich auf Ereignissen war, wo der russische Botschafter auch war. Wenn ich mit Russen gesprochen habe, dann in normalen Routinesituationen." Das erklärte Justizminister Jeff Sessions vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats.

Und: Er war bei keinen Gesprächen anwesend, wo es "Absprachen" zwischen dem Trump-Team und Vertretern Russlands gegeben hat. US-Justizminister Jeff Sessions hat jedwede Verwicklung in eine Beeinflussung der US-Wahl 2016 rundweg zurückgewiesen. Die Vorstellung, dass er etwas mit solchen geheimen Absprachen zu tun habe, sei eine entsetzliche und abscheuliche Lüge, sagte Sessions am Dienstag in einer Anhörung vor dem Geheimdienstausschuss des US-Senats.

Er könne sich auch nicht erinnern, dass Jared Kushner im Mayflower Hotel mit dem russischen Botschafter gesprochen hätte. Sessions: „Ich hatte niemals Gespräche oder Treffen mit Vertretern Russlands, bei dem es um irgendeine Art einer Beeinflussung des Wahlkampfs oder der Wahl in den Vereinigten Staaten gegangen wäre, außerdem weiß ich nichts über jedwede Unterredungen von irgendwem, der mit Donald Trumps Wahlkampfteam verbunden wäre.“

Was den Hinauswurf von FBI-Chef Comey durch Präsident Trump betrifft, gibt sich Sessions zugeknöpft. Gespräche mit Trump über dieses Thema will er weder bestätigen noch abstreiten.

Der Ausschuss befasst sich mit Kontakten des Trump-Teams im Wahlkampf mit Moskau und den Einfluss Russlands auf den US-Wahlkampfs. Sessions wurde vorgeworfen, einige Kontake verheimlicht zu haben. Im März gab Sessions zu, sich im vergangenen Jahr zweimal mit dem russischen Botschafter in Washington getroffen zu haben. Nach Darstellung seiner Mitarbeiter fand das Treffen allerdings im Rahmen seiner Tätigkeit als Abgeordneter und nicht als Mitglied in Trumps Team statt. Die Enthüllungen führten jedoch dazu, dass sich der Minister aus den Ermittlungen in der Russland-Affäre heraushält.

Sessions sagte, er habe sich aus den Ermittlungen einer russischen Wahlbeeinflussung aus formalen Gründen zurückgezogen. Es habe keinerlei anderen Grund gegeben. Er habe sich damit aber nicht aus der Verteidigung seiner Ehre gegen falsche Anschuldigungen zurückgezogen.