"Teuer und wirksam": Serbien besitzt chinesische Hyperschallraketen
Zusammenfassung
- Serbiens Präsident Vučić bestätigt den Besitz chinesischer Hyperschallraketen und äußert Sorge über ein Militärbündnis von Albanien, Kroatien und Kosovo.
- Vučić wirft Kroatien Einmischung in Serbiens innere Angelegenheiten und eine negative Kampagne gegen Serbien vor.
- Laut SIPRI ist Serbien weltweit auf Platz 37 der Waffenimporteure, wobei 61 Prozent der Importe aus China stammen.
Serbiens Präsident Aleksandar Vučić hat am Donnerstagabend gegenüber dem Sender RTS bestätigt, dass sein Land chinesische Hyperschallraketen CM-400AKG habe.
"Sie sind teuer und wirksam, wir haben einen kleinen Preisnachlass erhalten", sagte Vucic, ohne weitere Details anzugeben. Vucic erklärte weiters, dass er wegen des Militärbündnisses zwischen Kroatien, Albanien und dem Kosovo besorgt sei.
Das Militärbündnis zwischen den drei Westbalkanstaaten sei nur deswegen gebildet worden, um Serbien "zu irgendeinem Zeitpunkt in der Zukunft" anzugreifen. "Sie werden einen Augenblick abwarten, wenn ein größerer Konflikt zwischen den Europäern und den Russen ausbricht und der Konflikt im Nahen Osten noch größer wird", so Vucic. Er schloss gleichzeitig einen möglichen Angriff auf NATO-Staaten völlig aus, ebenso eine Mitgliedschaft Serbiens in der westlichen Allianz.
Vucic wirft Kroatien Einmischung vor
Der Präsident beschuldigte Kroatien einer "brutalen Einmischung" in die inneren Angelegenheiten Serbiens im Hinblick auf die Protestwelle in Serbien nach dem Einsturz des Bahnhofvordaches in Novi Sad, bei dem am 1. November 2024 16 Personen ums Leben gekommen waren. Die "wichtigste logistische Unterstützung" sei aus Kroatien gekommen, so Vucic. Kroatien würde auch gegenwärtig die "negativste Kampagne" gegen Serbien führen. Serbiens Außenministerium hatte kürzlich Kroatien als einzigen von 28 Staaten Europas unter jene Länder eingestuft, in die serbische Bürger "nur in ganz dringenden Fällen" reisen sollten.
Nach jüngsten Angaben des Stockholmer International Peace Research Institute SIPRI hat Serbien in den vergangenen fünf Jahren den weltweit 37. Platz unter den Waffenimporteuren eingenommen. 61 Prozent der Anschaffungen bezogen sich demnach auf China.
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