Politik | Ausland 03.02.2017

Schweden: Mutmaßliche Neonazi-Bombenleger festgenommen

(Symbolbild) © Bild: APA/AFP/TT NEWS AGENCY/CHRISTINE OLSSON

Die drei Männer werden verdächtigt, einen Sprengsatz vor einem Flüchtlingsheim gezündet zu haben.

Die schwedische Polizei hat drei mutmaßliche Neonazis festgenommen, die für einen Bombenanschlag auf ein Flüchtlingsheim verantwortlich sein sollen. Bei den Festgenommenen handle es sich um frühere oder derzeitige Mitglieder der Neonazi-Gruppe "Nordische Widerstandsbewegung", teilte die Anti-Terror-Staatsanwaltschaft am Donnerstagabend in Stockholm mit.

Sie sollen einen Sprengsatz deponiert haben, der am 5. Jänner in Göteborg explodierte und einen Mitarbeiter der Einwanderungsbehörde schwer am Bein verletzte. Der schwedische Inlandsgeheimdienst Sapo erklärte, der Anschlag habe wahrscheinlich ein politisches Motiv gehabt.

Möglicherweise stehe er in Zusammenhang mit zwei weiteren Vorfällen in Göteborg: Im November war ein Sprengsatz vor einem linksalternativen Cafe explodiert; dabei kam niemand zu Schaden. Im Jänner wurde ein Sprengsatz nahe einem Flüchtlingsheim gefunden, der aber nicht detonierte.

( Agenturen , and ) Erstellt am 03.02.2017