Politik | Ausland
04.11.2018

Schwarzenegger über Migrationspolitik: Egal, ob jetzt eine Karawane kommt

In einem Interview kritisiert der Ex-Gouverneur die US-Migrationspolitik und spricht über "nervige Tagespolitik".

Arnold Schwarzenegger ist in einem Interview für den Nachrichtensender CNN mit der aktuellen US-Politik hart ins Gericht gegangen. Die aktuelle amerikanische Tagespolitik nervt, sagt Schwarzenegger und bemängelt, dass seit 20 Jahren nichts weitergeht.

„Seit 20 Jahren wird uns eine Reform der Migrationspolitik versprochen und nichts ist passiert. Wichtig ist für mich, dass der Job richtig getan wird und nicht, dass man sich Sorgen macht, ob jetzt irgendeine Karawane kommt.“ Dass bei der Infrastruktur, wie "bröselnden Brücken" nichts verbessert wird, hält der Ex-Gouverneur für "peinlich".

Die USA brauchen eine Reform der Migrationspolitik, wo auf der einen Seite die Grenzen geschützt werden und auf der anderen die Menschen, die schon im Land sind, offiziell ins System integriert werden - mit einer Garantie, dass sie bleiben können. Wenn sich Demokraten und Republikaner darauf einigen könnten, hätten die USA all diese Probleme nicht, so Schwarzenegger.

Von Interviewer David Axelrod darauf angesprochen, dass auch er als Migrant ins Land gekommen sei, erinnert Schwarzenegger daran, dass er legal US-Staatsbürger wurde.

Schwarzenegger: „Die USA sind ein Land, dass durch Immigration groß wurde. Mit einer Migrationsreform sollte man mehr Menschen die Möglichkeit geben, legal in die USA zu kommen. Wir brauchen sie auf den Farmen, auf den Baustellen in der Gastronomie und in vielen anderen Bereichen. Es gibt die Menschen südlich der Grenze, die hier kommen wollen und es gibt hier einen Bedarf – warum bringen wir das nicht zusammen?“